Kant: AA XV, Reflexionen zur Anthropologie. , Seite 546

   
         
 

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    1236.   ω2.   L. Bl. K 14.
 
   
  02
Characteristik.
   
  03
3. — Character des Volks.
   
         
  04
4 — — und der Gattung)
   
         
  05 Noch zur Charakteristik des Standes.    
         
  06 (g Des Buergers in Vergleichung mit dem Adel (beydes als Staatsbürger),    
  07 des Kaufmanns in Ansehung des Gelehrten — des Geistlichen    
  08 in Ansehung des Weltlichen, des Soldaten gegen den Bürger. )    
         
  09 Ein Edelmann ist der, welcher vermöge des Vorzugs seiner Geburt    
  10 in niemandes anderem als des Staats Diensten seyn kan. Er kan also    
  11 nicht im privatdienste als domestique noch in dem des publici als zu    
  12 einer Art Arbeit sich verdingender, folglich im Lohn stehender sich erhalten.    
  13 Das ist das onus vom Adel, aber doch der Zwek seiner Anordnung aus    
  14 Principien der cultur des gemeinen Wesens. Das Vorrecht, dess was er    
  15 um deswillen hat, ist: daß er dem Staate in dem dient oder auch sonst    
  16 nützlich in dem ist, wo es durch Befehlen Geschieht, also das ausschliesliche    
  17 Recht zum Landeigenthum unmittelbar unter dem obereigenthum des    
  18 Landesherren (g hat ) und zweytens zu Ämtern, welche die Regirung und    
  19 den Schutz der Staaten ausmachen.    
         
  20 Magistrate dienen unmittelbar der Stadt, aber nicht dem Staat.    
  21 (Von Weiblichen.)    
         
  22 1. Die Frage ist: welche angebohrne Verbindlichkeit hat der Adliche?    
         
  23 2. — — : welche Vorrechte hat er?    
         
  24 3. — — : Welchen Nutzen hat der Staat davon, Edelleute    
  25 zu haben?    
         
  26 (g Aristocraten und privilegiaten. Die letztere entweder in Ansehung    
  27 der Ämter (vornehmlich Kriegsdienst) oder Landeigenthum. )    
     

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