Kant: AA XV, Reflexionen zur Anthropologie. , Seite 116

   
         
 

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  01 Was klein ist, sieht neben dem Großen noch kleiner aus. (s Das    
  02 Passende oder was nicht gut paßt (absticht). Zwey Farben, die einander    
  03 Nahe kommen: Blonde und blasse Kleider; das congruente. )    
         
  04 Der Contrast ist oft übel angebracht, wo es einen Wiederspruch    
  05 macht (s in Begriffen ): in Kleidung, schlechte Wäsche. (s Bull. )    
         
  06 Etwas contrastiren, indem man das Böse oder häsliche mit den    
  07 Ausdrüken des Guten und schönen (s Erhabenen ) scherzweise erhebt.    
         
  08 Entgegensetzung dient zur Aufklärung, zum Besseren verstehen; contrast    
  09 zur Befremdung.    
         
  10 In der Phase ψ fügte Kant über der ganzen Refl. noch die beiden    
  11 folgenden Zeilen hinzu:    
         
  12 Damit Eindrücke nicht ermatten, sondern immer gehoben, wenigstens    
  13 aufgefrischt (g werden ): 1. In der Art; 2. im Grade: auf das schwache    
  14 das Stärkere; 3. in der Zeitfolge. intervall.    
         
  15 Ferner machte er zu Steigerung (11417) folgenden, über 11612    
  16 stehenden Zusatz:    
         
  17 man muß in der Jugend nicht zu weichlich leben. Die Predigt muß    
  18 die Machinen der Beredsamkeit auf die letzt behalten.    
         
  19 Schliesslich fügte er, gleichfalls in Phase ψ, über resp. zwischen den    
  20 s-Zusätzen in 11415-1152 noch folgende Worte hinzu:    
         
  21 Contrast: Abstechung, nicht Wiederspruch. e. g. Vornehm und plump,    
  22 prächtig und schmutzig. 3. in der Zeitfolge.    
         
     

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