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| 01 | Do von Cristi gepurd ergangen warn fierzehenhundert vnd dar nach in |
| 02 | dem Newn vnd Dreissigisten iar zu den Ostern [ 5. April 1439 ] vnd phingsten |
| 03 | [ 24. Mai ] , Vnnd do der edel furst Albrecht erwelt was zu dem heiligen Römischen |
| 04 | Kung vnd vormaligen kron zu Vngern auch enphangen het vnd die |
| 05 | KungInn auch enphangen het, Do kom sein gnad her nach Prespurgk vnd blieb |
| 06 | nicht lang hie. Da kam die edel KungInn fraw Elyzabeth zu irm gemëhel von |
| 07 | Ofen gen Prespurgk . Do schied furst Albrecht von Osterrich vnd kam auch |
| 08 | gen Prespurgk mit seinem hof . Vnd dar nach sandt sein gnad her wider auf |
| 09 | Wienn vnd man prachte im sein Juengste tochter, frawn Elyzabethen mit irm |
| 10 | hofgesind hin ab gen Prespurg , das geschach, Do was Ich, Helene Kottannerin |
| 11 | auch da vnd ward ich auch mitgesandt nach dem hof Kung Albrechts vnd auch |
| 12 | seins gmëhel der edlen vnd allergnedigisten frawn. Darnach vnlang hueben |
| 13 | wir vns mitsambt der KungInn vnd die Jung edl furstinn vnd fuern da hin ab |
| 14 | gen Ofen . Nicht lang da warn wir zu Ofen vnd sakchman vber die Dew"tschen |
| 15 | geschach. Vnd do starb der Bischoue von Gran , der da genant was Georg der |
| 16 | Peloczky . Da was die heilig kron die weil zu Gran vnd kam Kung Albrecht |
| 17 | zu den herren genant Peloczy , des Bischovs von Gran brueeder, vnd heten |
| 18 | Gran die weil Inne. Do hat kung Albrecht die heilig kron vnd auch das barament |
| 19 | funnden . Do heten die herren genant die Peloczy ain taiding vnder einander |
| 20 | vnd die erber potschaft in das Gslos zu Gran gesandt zu dem capitel vnd |
| 21 | dar vnder vil getaidingt. Da gab sich, das sy dem kung Albrecht der heiligen kron |
| 22 | nicht vorsein, aber das sy gegen dem kung waren . Nue merkcht, in derselben |
| 23 | zeit, was nue verschinen ist, die kunginn fraw Elyzabeth was swanger worden |
| 24 | vnd genas dann Kung Albrechten ainer edeln frucht, des nam was Lassla genant . |
| 25 | Da sich die taiding nue zu end geben het vmb die heiligen kran, do schikcht der |
| 26 | edel Kung Albrecht sein Juengste tochter, die edel fuerstinn Junkchfraun Elyzabethen |
| 27 | auf das Gslos zu Plintpurg vnd Ich, Helena Kottannerin fuer auch mit. |
| 28 | Noch am denselbigen tag hueb sich der edel kung Albrecht mit seinem gmehel |
| 29 | der edeln KungInn dahin gen Gran nach der heiligen kron vnd die ward Im |
| 30 | geantbuert. Do richtat sich sein gnad zu seinem kriegsvolkch gen Zigedein . |
| 31 | Do sein gnad nue berait was, Do hueb er sich zum ersten auf dy. Plintpurg |
| 32 | mit seinem gmehel der edlen kunginn vnd fuerat die heilig kron mit Im zu |
| 33 | seiner Juengsten tochter der fuerstinn, Vnd zugen ettleich vnd vngrisch herren |
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| 01 | mit vnd prachten sy die Heiligen kron vnd truegen die in ain Gwelb, das von |
| 02 | funf seiten auch gewesen was, vnd Ich, Helena Kottannerin was auch dabei |
| 03 | vnd trueg die Jungen fürstinn an meinem arm vnd wol sach, wie , wo man hintët |
| 04 | die Heiligen Kron, do ward das Gwelb verslossen vnd die tuer an dem Gwelb |
| 05 | wol versiglt mit vil sigeln. Vnd die Plintpurg het die weil Inne die edelen |
| 06 | herren Graue Niclas von Posing vnd graue Jorg , sein sun. Do fuer der edle |
| 07 | Kung Albrecht mit seinem gmëhel, der edlen Kunginn in das veld vnd in das |
| 08 | Geroer gen Zigedein . Vnd wie es dar nach geschach , das wais man wol, vnd |
| 09 | nicht lang dar nach ward der edel kung krankch an dem prechen, genant die |
| 10 | Ruer. Da liesz In der truchsesse auffueren also krankchen vnd kam zu der |
| 11 | Plintenpurg, legat In in den hof. Do kamen die Ärczt von Wienn zu Im. Vnd |
| 12 | so sein gnad ain wenig gepessert, do schikchat Im sein Junge tochter, die fuerstinn |
| 13 | ain phaitel, das gehort zu Ireselbs leib. Do schikchat sein gnad das phaitel wider |
| 14 | hin auf das haws bei ainem getrewn, dem weicheman , genant der Vinsterel , |
| 15 | vnd het ain hëftel, zum saekchen genät, das was gemacht mit zwain pilden vnd |
| 16 | mit zauber dar an, das warn arbaisschaid. Dar nach die edel kungin fuer enhalb |
| 17 | Ofen auf des Laslaes Wans gueeter mit grossem kummer, wann sie der Edel |
| 18 | kung Albrecht gern gesehen bei im ze sein. Vnd er trueg vnd tet ir vil potschaft |
| 19 | vnd sunderlich wan die kungin zu im nicht komen mocht, daz si im doch |
| 20 | ainmal këm ee er sich danen hueeb . Darnach ward In belanngen von ainander . |
| 21 | Do schied sein gnad also krankcher von der Plintenpurg . Da wolte sein gnad |
| 22 | auch noch sein Junge tochter, Jungkchfraw Elyzabeth sehen vnd zog dahin gen |
| 23 | Gran . Da ward sich sein krankchait noch schwerer zu dem langen Dorff. |
| 24 | Da starib der Edel kung vnd furst Albrecht an Simans vnd Judasabent der |
| 25 | Heiligen Zwelfpoten tag [ 2. Oktober 1439 ] . Am letzten vormittag do kam |
| 26 | ain vngrischer herr genant auf die Plintpurg zu der Jungen furstinn, Wa |
| 27 | er gleich sprechen wolt der edelen kungInn, Ireer mueter. Do wolt er nicht gen |
| 28 | vnd da ward im geantbuertt, als es dann pilleich was. Er sprach dann vnser frawn |
| 29 | gnad vnd sagt ir, wie der edel Kung Albrecht die Heiligen Kron von der Plintenpuerg |
| 30 | hiet ausgefuert. Das erschrekchat ir gnad gleich. Do schraib ir gnad her auf |
| 31 | Graue Niclasen von Poesing vnd graue Joergen seinem sun, ob dem also wër |
| 32 | oder nicht, das solt man Ire zu wissen tueen. Do kamen die vorgenanten Zwen |
| 33 | grafen zu mier vnd namen mich in ir gehaim vnd giengen mitenander zu |
| 34 | der tuer, da man zu der Heiligen kron Ingieng. Da warn die Sigel alle gancz, |
| 35 | vnd schriben der edeln KungInn also Zue. Do wolt ir gnad die warhait selb |
| 36 | erfarn vnd kam her auf die Plintpurg vnd vil Vngrischer herren mit ier vnd |
| 37 | gieengen in das gwelb vnd truegen die truhen mit der Heiligen Kran herauf |
| 38 | vnd nomen die Heiligen kron heraus mit dem votrumb, do waren vil Insigel |
| 39 | an. Die prachen sy ab vnd nomen die Heiligen Kron heraus vnd sahen die |
| 40 | gar wol an. Da was ich bei. Dar nach nomen sye die Heiligen Kran vnd saczten |
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| 01 | die in ain klaine kisten. Do stuend die ander Kran auch Inn, da mit man die |
| 02 | edelen KungInn auch gekront het zu Vngeren , Vnd also stuenden die zwo |
| 03 | kran bei enander in ainer kisten vnd stuend ain pett nahent bei derselben kisten, |
| 04 | dar auf lag die edel KungInn mit swerer puerd, vnd lagen bei Ir zwo Junkchfraun |
| 05 | in demselben gemach, Die ain hies Barbara , die was ains Vngrischen |
| 06 | herren tochter, die ander hies die FronachërInn . Nue stuend ain nachtbecht, |
| 07 | ain wachskerczen auch bei In, als dann gewonhait ist bei den fuerstinen. |
| 08 | Nue was die Junkchfraw aufgestanden bei der nacht, vnd wie si das vbersehen |
| 09 | het, Daz das Liecht was vmbgefalen vnd ward pry.nnen in dem gmach, vnd |
| 10 | pran an die kisten, darInn die zwo kran stuenden, also daz besengt was, vnd |
| 11 | oben auf der kisten lag ain plaber, samedeinerr polster, do pran ain lukchen |
| 12 | in grosser denn spanen. Vnd merkcht das wunder: Es was der Kung noch |
| 13 | verslossen in mueterleib, der die heilig kron auf solt tragen, vnd die warn |
| 14 | kawm zwo klafter von einander, die hiet der poes veint gern gelaidigt mit |
| 15 | der pruenst. Aber got was huetter, der het sy. zu rechter zeit aufgewecht vnd |
| 16 | ich lag hin vor bei der Juengen KungInn. Do komen die Junkchfrawn, ich |
| 17 | solt pald aufsten, es pruen in dem gwelb, do meiner fraun gnad Inne laeg. Ich |
| 18 | erkam gar hart vnd stuend pald auf vnd eilat in den gmach, do was es voller |
| 19 | rukchs, vnd ich temphat vnd leschat das feur vnd lies den rauhen aus, vnd |
| 20 | machat es wider wolgesmach, daz die edel kungInn die nacht darInn slief. |
| 21 | Des smorgens do kamen die vngrischen herren zu meiner frawn gnaden, do |
| 22 | sagt in ir gnad, wie es ir die nacht ergangen was, vnd wie es ir als nahent |
| 23 | hiet gepruennen vnd auch der heiligen kran, vnd auch der anderen kran, des |
| 24 | nam die herren wunder vnd rieten, man solt die heiligen kron wider in dy |
| 25 | truhen tueen, vnd solt sy. wider in das gwelb tragen, darInn Si vor gewesen |
| 26 | was. Das geschach, an demselben tag. Da ward die tueer wider versigelt als |
| 27 | vor, Aber es waren der sigel nicht als vil als vor. Do nue das geschehen was, |
| 28 | da sandt meiner fraun gnad zu graf Joergen von Poesing vnd vordert die Sluessel |
| 29 | zu der Plintenpurg , das wolten die Vngrischen herren also haben, daz si das |
| 30 | Gslos solt Ingeben irem Vettern, herrn Lasla wan von Gara . Das geschach |
| 31 | also. Her Lasla wan von Gara nam das Gslos in vnd besaczt das mit ainem |
| 32 | purggrafen. Do nue die edel Kuniginn wolt wider gen Ofen ziehen mit |
| 33 | ierm vetter Lasslawan vnd mit den andern Vngrischen herren, do nam mich |
| 34 | ier gnad in ier gehaim vnd sprach: " liebe vnd getrewe Quottannerin , lasst |
| 35 | euch mein tochter enpholhen sein, vnd auch die kamer, da laszt nyemt ingen |
| 36 | Dann mein tochter vnd ir. " Vnd enphalch mir auch ir kran vnd ir halspant |
| 37 | vnd ander ier klainat, das het ich alles in derselben kamer, da durch man Ingieng |
| 38 | zu der Heiligen kron. Vnd do wir also mit einander redten, do kam |
| 39 | her Laslawan vnd auch sein purggraue, vnd sprach: " gnedige fraw, ir solt |
| 40 | mit der fraun schaffen, daz si nyempt in dew Kamer lasz, vnd auch meinen |
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| 01 | purkgrafen. " Do ward ir gnad guetlich antburtten vnd sprach zu mir: " liebe |
| 02 | Helena Quottannerin , wann mein veter, her Laslawan vnd sein purkgraf |
| 03 | her#inwellen, so laszt sie herin. " Do gie der purggraf zu der tuer, do die sigel |
| 04 | an waren, vnd nam ain tüehel vnd legt es vber dy sigel vnd pant das tuehel |
| 05 | zu vnd legat sein sigel dar auf. Da das alles geschach, da schied die edel |
| 06 | witib vnd mein gnedige fraw mit ierm Vettern, her laslawan , vnd mit den |
| 07 | andern vngrischen herren da hin gen Ofen , vberladen mit ainer sweren |
| 08 | purd, vnd vmbgeben mit vil sorgen, Wann die vngrischen herren die wolten |
| 09 | nuer, Si solt ainen man nemen, vnd hielten iren gnaden ettleich fur, vnd was |
| 10 | ainer der Kung von Polan , genant her FRAGLas] Bladislaus , der ander des Dispoten |
| 11 | sun aus der Sirfey . Darumb was die edel KungInn vast betruebt vnd vnder |
| 12 | ander Hoefleicher antbuert sprach Si also: " Lieben herren, gebt mier nicht ainen |
| 13 | Haiden, gebt mier lieber ainen kristenpauren. " Vnd da wolt herr Laslawan , |
| 14 | ir veter, Si solt den von Polan nemmen. Do stuenden die Vngrischen herren |
| 15 | all auf, daz Si das tueen solt, Aber Si wolt nicht vnd gab zu antbuertt, Si wolt |
| 16 | wartten, was ir got gëb, dar nach wolt Si sich richten. Wann ier heten all ir |
| 17 | Aerczt gesagt, Si trueeg ainen Sun, vnd des hiet Si hofnung, Aber Si mocht |
| 18 | der warhait nicht wissen vnd moecht sich darnach nicht richten, vnd da hueb |
| 19 | sich ir gnad vebring auf von Ofen Vnd fur wider zu der Plintenpurg vnden |
| 20 | in den Hof. Da kam graf Vlrich von Zily zu ier, des wuerden die Vngrischen |
| 21 | herren Inne, vnd komen pald her nach zu iern gnaden, vnd drungen Si aber |
| 22 | an von des von Polan wegen. Do ward ier geraten, Si solt sich willigen den von |
| 23 | Polan zenemen, vnd solt die weil trachten, was ir das pëste wëre, man wurd |
| 24 | dannoch wol ainen sin vinden, daz Si da#vonkëm, vnd tet ier gnad vnd willigat |
| 25 | sich, den von Polan zenemen. Aber doch hielt Si in drey sach fuer, die man |
| 26 | wol wais, ob sie das halten wolten, so wolt Si den von Polan nemen. Aber Si |
| 27 | wessat wol, daz sy der dreirr artikel kainen hielten, weder der von Polan |
| 28 | noch vngrische herren, vnd wolt damit ausgen aus der willigung, die Si |
| 29 | getan het, den von Polan zunemen. Das verstuenden die herren nicht vnd |
| 30 | waren fro, daz sich ier gnad gewilligt het, den von Polan zenemen. Da das dy. |
| 31 | weis vnd die edel KungInn verstuend, do ward Si gedenkchen vnd trachten |
| 32 | nach der Heiligen kron, wie Si die in ir gewalt moecht bringen von den |
| 33 | vngrischen herren. Das tet Si auf die maynung, ob das wër, daz Si ainen |
| 34 | Sun geperet, daz der von dem Reich nicht wuerd verdrungen, trueeg Si aber ain |
| 35 | tochter, so mocht Si dennoch dester pas ainer taiding bekomen von den |
| 36 | vngrischen herren Vnd pat mich vast, ob ich die Heiligen Kron heraws |
| 37 | mocht bringen. Das mocht dieselb zeit nicht gesein. Aber das was die recht |
| 38 | Ierrung, daz die recht zeit nicht komen was, dar an got der almoechtig seine |
| 39 | wunderwerch wuerchen wolt, Als ir es her nach wol horn wert. Da hieten |
| 40 | die Vngrischen herren gern gesehen, daz die edel kunginn auf der Plintenpurig |
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| 01 | in der kindelpett wër gelegen. Das was iren gnaden nicht wol in dem synn |
| 02 | vnd tet doch nicht dem gleichen vnd kam auf das haws nicht. Das machat |
| 03 | ir verpargnew weishait, Vnd het sorg, wër Si auf das haws komen, so wër |
| 04 | Si mit gwalt do behalten warden mit kind mitsambt. Das ander, daz Si dester |
| 05 | my.nner solten gedenken, daz Si stelliet nach der heiligen kron. Do nam die |
| 06 | edl KungInn ir Jungste tochter, fraun Elizabeten ab dem haws zu ir in den |
| 07 | hof vnd mich mit ir vnd zwo Junkchfraün vnd lies die andern da oben, |
| 08 | Ain Herczoginn aus der Slesy. vnd ander edel Junkchfraun. Des nam y.eden |
| 09 | man wunder, warumb ir gnad die Junkchfrawn vnd das ander ier hofgesind, |
| 10 | das meiner Jungen frawn zuegeschaft was, da oben lies. Warumb das was, |
| 11 | das wessat nymant nach got. Dann ir gnad vnd ich. Vnd ich het die Slussel |
| 12 | zu dem gmach, da ir kran vnd ir halspant vnd ander klainat Inn was. Nu het |
| 13 | ir gnad muet her auf in das lannd in gehaim vnd pat mich, ich solt auf das |
| 14 | haws vnd solt versueehen, ob ier kran vnd ander ir klainat mocht hinab zu ier |
| 15 | bringen in den hof in gehaim. Vnd das tet ich vnd kam auf das haws vnd in |
| 16 | meinem gewant pracht ich dar von in grosser gehaim meiner gnedigen frawn |
| 17 | Kran vnd all Ir klainat auf ainem Sliten. Vnd als ich in den hof fuer, Da riten |
| 18 | die vngrischen herren gegen mier vnd fragt[en] mich her laslawan : " Helena |
| 19 | Quottannerin , was fuert ir her? " - " Ich fuer mein gewant " , vnd mein |
| 20 | gnedige fraw was fra, daz ich ir die klainhait gepracht het, vnd ich mües |
| 21 | hait die kran behalten in der kamer, da mein Junge fraw vnd ich Inn lagen, |
| 22 | wann es warn gar wenig gemëch da, dew man versperren mocht, vnd ich |
| 23 | behielt das vnder dem pett mit grossen sorgen, wann wir chain truhen da |
| 24 | nicht heten. Wann hieten die herren das fotrum mit der kran gesehen, so |
| 25 | hieten Si gewënt, es wër die heilig kran gewesen vnd wër vil muee vnd arbait |
| 26 | dar aus worden vnd hieten auch verstanden, daz ir gnad muet hiet her awf |
| 27 | in das landt. Da nue die edel KungInn den vngrischen herren ain antbuert |
| 28 | geben het von des Kungs von Polan wegen, als ir vor gehort habt, vnd auch |
| 29 | die brief vnd die vngrischen herren, die in potschaft reiten solten zu dem von |
| 30 | Polan , gefertigt worden, der Bischoue von Erlach , vnd Matcowan vnd |
| 31 | Weidefembreich vnd ander herren, da schieden die vngrischen herren |
| 32 | von der Plintenpurg wider gen Ofen . Da hueb sich die edel KungInn auch |
| 33 | von der purg mit irer Jungen tochter frawn Elspeten herauf gen Guemaren . |
| 34 | Do kam graue Vlrich von Zily auch zu iern gnaden als ain getrewer fruent, |
| 35 | vnd berieten sich, wie man ainen sin mocht vinden, daz man die Heilig Kran |
| 36 | von der Plintenpurg mocht ausbringen. Do kam mein gnedige fraw an mich, |
| 37 | daz ich das tueen solt, wann die gelegenhait nymant also wol wesset als ich, |
| 38 | dem Si dar zu vertrawn mocht, vnd das erkam ich hart, wann es was mir |
| 39 | vnd meinenn klainen kinden ain swër wagnuss, vnd gedacht hin vnd her, |
| 40 | was ich dar Inn tueen solt vnd west auch nyemantz Rats ze fragen Dann got |
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| 01 | allain vnd gedacht, ob ich das nicht tët, gieng Dann icht vebel dar aus, so |
| 02 | wër die schuld mein gegen got vnd gegen der welt, Vnd willigat mich der |
| 03 | swëren rais wagnuss meins lebens, vnd begerat ains gehilfens. Da wart |
| 04 | der rat an mich geschoben, wer mich bedewcht dar zue tugleich wër, Da riet |
| 05 | ich an ainen, der mich bedeuecht, er wër meiner frawn mit ganczen trewen |
| 06 | vnd der was ain Krabat , vnd der ward gevodert in den haymleichen rat, vnd |
| 07 | dem ward die sach fuergehalden, wes man an in begeriet. da erkam der man |
| 08 | als hart, daz er die varib verkerat, als ob er halber tod wër, vnd willigat sich |
| 09 | auch nicht vnd gieng aus in dem Stal zu seinen phërden. Ich enwais nicht , ob |
| 10 | es gotes wil was oder ob er suenst torlich vmbgieng, daz die mër gen hof |
| 11 | komen, der hiet sich hart gefallen von dem phërt. Vnd do sich sein sach pessern |
| 12 | ward, do hueb er sich auf vnd rait da hin ge Krabaiten , vnd die sach muesaten |
| 13 | lenger angesten vnd meiner fraun gnad was trawrig, daz der day.g vmb die |
| 14 | sach nue wessat, vnd Ich was auch in grossen sorgen, aber es was freilich gots |
| 15 | wil. Wann hiet die sach zu derselben zeit ainen furgangkch gehabt, so wër |
| 16 | meiner frawn gnad mit grossen pauch vnd mit der Heiligen Kran herauf |
| 17 | gen Prespurg geczogen, So wër die edel frucht, die Si noch trueg, gehindert |
| 18 | worden an der kronung, wann Si hiet villeicht hinfur solche hilf vnd macht |
| 19 | nicht mogen gehaben, als Sie es die weil het, als es sich seid wol erfunden hat. |
| 20 | Do nue die recht zeit kam, an der got der almechtig seine wunderwerch wuerchen |
| 21 | wolt, da schikchat vns got ainen man, Der sich willigat her#ausgewy.nnen die |
| 22 | Heiligen kron, vnd der was ain Vnger vnd was genant der ..., vnd |
| 23 | der gieng treulich, weislich vnd mëndlich mit den sachen vmb, vnd richttaten |
| 24 | zue, was wir bedorften zu den sachen, Vnd nomen ettliche Slos vnd zwo feil. |
| 25 | Der mit mir wagen wolt sein leben, der legt an ainen swarczen samedeinen |
| 26 | pettrokch vnd zwen vilczschuech, vnd in y.eden schuech stekchat er ain feil, |
| 27 | vnd die Slos nam er vnder den rokch. Vnd ich nam meiner gnedigen frawn |
| 28 | klains Sigel, vnd ich het dy slüssel zu der vordern tueer, der warn drey., wann |
| 29 | bey dem angel was auch ain keten vnd ain nërib, do het wir auch ain slos |
| 30 | angeslagen, ee daz wir naherzugen, auf den sin, daz nyemant anders ain slos |
| 31 | da hin moecht geslahen, vnd do wier nu berait wuerden, Do sandt meiner fraun |
| 32 | gnad ainen poten ains voran hin auf die Plintpurg , vnd tat dem purkgrafen |
| 33 | vnd hern Francz von Poeker vnd Weitvilassla , die dy.e Junkchfraun |
| 34 | die weil Innheten, zu wissen, Daz si sich dar nach solten richten, wann der |
| 35 | wagen këm, daz Si berait wëren zu faren gen Gumaren zu ieren gnaden, |
| 36 | wann Si hiet muet her auf gen Prespurgk , vnd das het man allem Ieerm Hofgesind |
| 37 | angesagt. Do nue der wagen berait was, den man nach den Junkchfraun |
| 38 | solt schikchen, vnd der Sliten, darauf ich faren solt, Vnd auch der mit |
| 39 | mier stuend in den sargen, Da schuef man vns zwen Vngrisch herren zue, die |
| 40 | mit mir nach den Junkchfraun solten reiten. Wir fuern nue dahin. Do kamen |
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| 01 | dem purkgrafen die mër, wie daz ich këm nach den Junkchfrawn. Des ward |
| 02 | in vnd ander meiner frawn Hofgesind vast wunderen, daz man mich als |
| 03 | verr ausliesz von meiner Jungen frawn, Wann Si noch Jung was, Vnd lies |
| 04 | mich nicht gern von ier, das westen Si all wol. Nu war der purkchgraue ain |
| 05 | wenig krankch vnd het willen gehabt, er wolt sich zu der tuer gelegt haben, |
| 06 | da der erst ingank was zu der Heiligen kron. Da ward sich sein krankchait |
| 07 | meren, als dann got haben wolt, vnd er torst dy. knecht nicht da Hinlegen, |
| 08 | dar umb, daz es in dem frawnczimer was. Vnd legat ein leinein tueehel vmb |
| 09 | das slos, das wier bei dem angel heten angeslagen, vnd ain petschad dar auf. |
| 10 | Do wir nue komen auf die Plintenpurg , die Junkchfrawn waren froleich, |
| 11 | daz Sy zu meiner frawn gnaden solten faren, vnd richtaten sich zue vnd liessen |
| 12 | ain truhen machen zu ierm gwant. Da muest man lang mit vmbgen vnd |
| 13 | klokchten vncz in die achtet stund. Vnd der mit mier was, der kam auch |
| 14 | in das frawnZy.mer vnd traib sein kurczweil mit Junkchfraun. Nue lag ain |
| 15 | wenig holcz vor dem ofen, da mit man In solt haiczen. Da parig er die feil |
| 16 | vnder. Nu heten die knecht, die den Junkchfrawn dienten, Das ersehen vnder |
| 17 | dem holcz vnd wuerden mit einander rawnen, Das erhort ich vnd sagt im |
| 18 | das zu hant. Do erschrakcht er als hart, daz er die varib verkerat vnd nam sy. da |
| 19 | wider naher vnd parig sie anderswohin. Vnd sprach zu mier: " fraw, besecht, |
| 20 | daz wier Liecht haben " . Vnd ich pat ain alte frawn, daz si mier ettlich kerczen |
| 21 | gëb, Wenn ich vil zu petten hiet, wann es was an ainem Sambstag [ 20. Feber |
| 22 | 1440 ] snachts, vnd was der nagst Sambstag nach aller mann faschangtag. |
| 23 | Vnd nam die kerczen vnd parig die am weg. Vnd do nue die Junkchfraun vnd |
| 24 | y.eder man slaffen was, Do belaib ich in der klain stuben vnd ain alte fraw, |
| 25 | Die ich mit mier gefuert het, die kund ain wart nicht Dew"tsch vnd west auch |
| 26 | vmb die sachen nicht, vnd het auch des Hawss kuntschaft nicht, vnd lag da |
| 27 | vnd slief vast. Da sein nue zeit was, Da kam, der do mit mier was in den noeten, |
| 28 | durch die kapellen an die tüer vnd klokchat an. Do tet ich im auf vnd slos |
| 29 | nach im wider Zuee. Nue het er ainen knecht mit Im genomen, der im helfen |
| 30 | salt, der was mit taufnam genant gleich als er, der ..., der het im gesworen, |
| 31 | vnd ich ge da hin vnd wil im dy kerczn bringen, so waren sew verloren. |
| 32 | Do erkam ich also hart, daz ich nicht wessat, was ich tuen solt, vnd |
| 33 | wër die sach schier gesaumbt warden allain von des liechts wegen. Da bedacht |
| 34 | ich mich vnd gieng vnd wekchat die frawn haimleich auf, die mier die kerczen |
| 35 | het geben, vnd sagt ier, die kerczen wëren verloren, vnd ich hiet nach vil |
| 36 | zepetten. Do gab si mier ander, da was ich fra vnd gab im die, vnd gab im auch |
| 37 | die Slos, die man wider an solt slahen, vnd gab im auch meiner gnedigen |
| 38 | fraun klains sigel, da mit man wider zu solt sigelen, vnd gab im auch die |
| 39 | drey sluessel, die zu der vodern tueer gehorten. Do nam er das tuech mit dem |
| 40 | petschad ab dem slos, daz der purkgraue darauf het gelegt, vnd sperrat auf |
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| 01 | vnd gieng hinIn mit seinem dienër vnd arbaitat vast an den andern slossen, |
| 02 | daz das slahen vnd feillen veberlaut was, vnd waren die wachter vnd des purkgrafen |
| 03 | volkch diselbig nacht gar muenter von der sarig wegen, die sy dar auf |
| 04 | heten, dennoch het got der almoechtig Ir aller oren verschopt, daz sein ir |
| 05 | kainer nicht horat. Dann ich horat es alles wol, vnd ich was die weil in der |
| 06 | huet mit grossen angsten vnd sorgen, vnd ich knyeat nider mit grasser andacht |
| 07 | vnd pat hincz got vnd hincz vnser lieben fraun, daz Si mir vnd meinen helfëren |
| 08 | beigestuenden. Doch het ich grosser sarg vmb mein sel dann vmb mein leben |
| 09 | Vnd pat hincz got, ob das wër, daz es wider got wër, daz ich solt darumb |
| 10 | verdampt werden, oder daz ain val dar aus solt gen lant vnd lew"ten, daz |
| 11 | dann got meiner sel gnedig wër vnd liesz mich ee alhie sterben. Da ich also |
| 12 | pat, do kam ain grosser ludem vnd geruemppel, als vil mit harnasch an der |
| 13 | tuer wëren, Da ich den het eingelassen, der mein helfer was, vnd mich bedeücht, |
| 14 | wie sy dye tuer wol aufstossen. Da erkam ich gar hart vnd hueb mich |
| 15 | auf vnd wolt die gewarmbt haben, daz Sy. von der arbait liessen. Do kam mir |
| 16 | in den sin, ich solt an dye tueer gen, vnd das tet ich. Do ich an die tuer kam, |
| 17 | do was das geruemppel da hin vnd hort nyemant mer. Do gedacht ich mir wol, |
| 18 | es wër ain gespenst, vnd gie wider an mein gepet, vnd verhies vnser lieben |
| 19 | fraun ain fart gen Zell mit parfuessen fuessen, vnd die weil ich die fart nicht |
| 20 | laistet, die weil wolt ich an der Sambstagnacht nicht auf vedern ligen, vnd |
| 21 | sprich auch all Sambstagnacht, die weil ich leb, vnser lieben fraun ain besunder |
| 22 | gepet Vnd dannkch ieren gnaden, die Si mit mier getan hat. Vnd ich bit Si, |
| 23 | daz Si ieren sun , vnsern lieben Herren Jhesum Cristum fur mich dankch |
| 24 | der grossen gnaden, die mier sein parmung also scheinperlich getan hat. Vnd da |
| 25 | ich nach an meinem gepet was, da deücht mich aber wie ain grosz geprecht |
| 26 | vnd ain gerumppel mit Harnasch an der tuer wër, da der recht eingankch was |
| 27 | in das frawnZy.mer. Do erschrakcht ich als hart, daz ich vor angsten alle |
| 28 | zitern vnd swiczen ward, vnd gedacht, es wër nicht ain gespenst, vnd die weil |
| 29 | ich an der kapellentur gestanden wër, die weil wëren Si her#vmbgegangen |
| 30 | vnd wessat nicht, was ich tueen solt vnd losat, ob ich die Junkchfraun icht da |
| 31 | hort. Do hort ich nyemant. Do gie ich gemëhleich an dem stieglein abher durch |
| 32 | der Junkchfraun kamer an die tuer, do der recht ingankch was in das frauenZimer. |
| 33 | Do ich an dy. tuer kam, do hort ich nyemant. Do was ich fra vnd dankcht |
| 34 | got, vnd gie wider an mein gepet vnd gedacht mir wol, daz es der tewfel |
| 35 | wër vnd die sach gern vnderstanden hiet. Vnd do ich nue mein gepet volpracht |
| 36 | het, do stuend ich auf vnd wolt in das gewelb gen vnd sehen, was Si taeten. |
| 37 | Do kam mier der engegen: Ich solt mich wol gehaben, das wër auskomen, |
| 38 | vnd heten an der tueer die slos abgefeilt, aber an dem fotrum waren die slos |
| 39 | also vest, daz man ier nicht mocht abgefeilen vnd man muest es aufprennen |
| 40 | vnd was ein grosser gesmach da von, daz ich aber in sorgen was, man wuerd |
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| 01 | dem gesmachen nachfragen, Do was got aber huettër vor. Da nue die heylig |
| 02 | kron gancz FRAGschuldig] ledig was, da tet wier die tuer wider zue vberal vnd sluegen |
| 03 | ander slos wider an der slosz stat, die man ab het geprochen vnd trukchten |
| 04 | meiner gnedigen frawn Sigel wider auf, vnd die ausser tueer sperrat wir wider |
| 05 | zu vnd legaten das tüehel wider mit dem petschaft hin wider an, als wier es |
| 06 | heten funden vnd als der purkgraf hinan het gelegt, vnd ich warf die feil |
| 07 | in das secret, das in dem frawnczy.mer ist, do wirt man die feil Inn vinden, |
| 08 | wann man es aufpricht, zu ainem warczaihen. Vnd die Heiligen kran die |
| 09 | trueg man durch die kapellen aus, dar Inn rast sand Elspet , da belaib ich, |
| 10 | Helena Quottannerinn ain mesgbant vnd ain Altertuech hin schuldig, das |
| 11 | sol mein gnediger [frawn be] herr Kung Lasla beczalen. Do nam mein helfër |
| 12 | ainen Ratsamedeinen polster, vnd trennat den auf vnd nam der vederen ainen |
| 13 | tail heraws, vnd tet die heilig kran in den polster vnd neyat in wider zue. |
| 14 | Da was es nue schier tag, daz dew Junkchfraun vnd y.ederman aufstuenden vnd |
| 15 | solten nue von dannen farn. Nu heten die Junkchfrawn ain alte frawen, die |
| 16 | bei in dienat, da het meiner frawn gnad nëmleich geschaft, man solt diselbig |
| 17 | fraun beczalen vmb iren sold, vnd solt sye da hinden lassen, daz Sy wider haimfuer |
| 18 | gen Ofen . Da nu die fraw beczalt was, do kam die fraw zu mier, vnd sagt |
| 19 | mier, wie si ain wuenderlich ding hiet vor dem ofen gesehen ligen, vnd wessat |
| 20 | nicht, was es wër. Da erkam ich hart, vnd verstuend es wol, daz es ettwas |
| 21 | was von dem fotrum, darInn die heilig kran gestanden was, vnd redat ir das |
| 22 | aus den augen, als ich pest kuend, vnd gie fur den ofen haimlich, vnd was ich |
| 23 | druemel vand, die warf ich in das feuer, daz Sie gar verpruennen, Vnd nam die |
| 24 | frawn mit mier auf die fart. Des nam y.eden man wunder, warumb ich das tet. |
| 25 | Do sprach ich, das wolt ich vber mich nemen, vnd wolt ier ain phruent gen |
| 26 | Wienn hincz sand Merten erpiten von meiner frawn gnaden, als ich es dann |
| 27 | tet. Da nuen die Junkchfrawn vnd das hofgesind berait waren, daz wier von |
| 28 | dannen solten farn, Vnd der do mit mier was in den sorgen, Der nam den polster, |
| 29 | dar Inn dew heilig kran vernët was, vnd enphalch dew seinem dienër, der im |
| 30 | geholfen hiet, daz er den polster solt aus dem haws auf den Sliten tragen, dar auf |
| 31 | ich vnd er sassen. Da nam der guet gesell den polster auf die achsel vnd ain |
| 32 | alte kuehaut dar zue, die het ainen langen swancz, der gie im hinden nach |
| 33 | Vnd yeder man sach im nach, vnd begunnen sein lachen. Vnd da wir nue aus |
| 34 | dem haws herab in den markcht komen, da hiet wier gern geessen, da vand man |
| 35 | nichts anders dann hëring, da ass wier ein wenig, vnd man het das recht Ambt |
| 36 | schier gesungen, daz es verr auf den tag was, vnd solten dennoch desselbigen |
| 37 | tags von der Plintenpurg gen Guemarn komen, als es dann geschach, vnd es |
| 38 | sind doch zwelf meil dahin. Vnd do wir nue farn solten vnd aufsassen, do nam |
| 39 | ich eben war, wo das art an dem polster was, do die heilig kran lag, daz ich |
| 40 | dar auf nicht sëss. Vnd dankt got dem almoechtigen seinen gnaden, Aber ich |
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| 01 | sach dennoch offt vmb, ob vns yemant nachkëm, mein sargt die nam nicht |
| 02 | gar ain ende, vnd het vil gedankchen, vnd ward mich wuendernemen, was got |
| 03 | getan het, oder noch tueen wolt. Wann all die weil ich auf der purg was, slief |
| 04 | ich ny. kain nacht mit rue von der grossen sachen wegen, die mier enpholchen |
| 05 | was, vnd het vil swërer trawm. Vnd sunder ain nacht trawmbt mier wie ain |
| 06 | fraw durch gancze maur wër in das gwelb gangen vnd hiet die heilig kran |
| 07 | her#ausgenomen. Do erkam ich hart vnd stuend pald auf, vnd nam ain Junkchfraun, |
| 08 | genant die Dachpekchinn mit mier, vnd giengen zu dem gwelb. Da |
| 09 | vand ich es, als ich es dann gelassen hat. Do sprach die Dachpekchinn : " Es |
| 10 | ist nicht ain wuender, daz ier nicht wol geslaffen moegt, euch sind gross sach |
| 11 | enpholchen. " Da mit gieng wier wider in vnser ruee. Vnd das bedacht ich alles |
| 12 | an der fart. Vnd do wir komen an die herberg, da wier essen wolten, Da nam |
| 13 | der guet gesell den polster, dem er enpholchen was, vnd trueg in mit mir |
| 14 | an die stat, do wier essen wolten, vnd legt in auf ainen tisch gegen mier vber, |
| 15 | also daz in vnder mein augen was all die weil vnd wier assen. Do wir nue |
| 16 | geessen heten, do nam der gut gesell den polster vnd legt in wider auf den |
| 17 | sliten als vor vnd fueeren nue da hin vncz in vinster nacht. Do kam wir an die |
| 18 | Tueenaw , die was dennoch gestoessen mit eis, Aber es was an ettlicher stat nue |
| 19 | duenn warden. Do wir nue auf das ey.s komen, vnd wol enmitten auf der Tueenaw , |
| 20 | da prast der wagen mit Junkchfrawen ein, vnd viel vmb vnd was ein geschray. |
| 21 | von den Junkchfrauen vnd macht ains das ander nicht gesehen. Do erkam ich |
| 22 | hart, vnd gedacht, wier muesten mitsambt der heyligen kran in der Tueenaw |
| 23 | beleiben. Aber got was vnser helfër, daz kain mensch vnder das ey.s nicht |
| 24 | kam, Aber ander ding, das auf dem wagen was, das viel ettleichs in das wasser |
| 25 | vnder das ey.s. Do nam ich die HerczogInn aus der Slesy. vnd die pestenn Junkchfrauen |
| 26 | zu mier auf den Sliten, vnd kamen mit der hilff gotes vber das ey.s, vnd |
| 27 | auch die andern all. Vnd da wir nue da#hinkomen gen Guemarn in das haws, |
| 28 | do nam der, der da mit mier kam aus den sorgen, den polster mit der heiligen |
| 29 | kron vnd trueg in an die stat, da Si wol behalten was, vnd da ich nue in das |
| 30 | frauenZy.mer kam zu meiner frawn gnaden, do ward ich schon enphangen |
| 31 | von der edeln KungInn, die wessat nue wol, daz ich ain gueter pot gewesen was |
| 32 | mit der hilf gotes. Aber dy. wunder vnd die zaichenlich hilf gotes, die sich da |
| 33 | vergangen het, der wessat ier gnad nicht, vnd ist auch also gestorben, daz |
| 34 | Si sein ny. Inn ist worden. Es kund sich nye gefuegen, daz ich also lang allain |
| 35 | bey ier gewesen wër, daz ich ir das von dem anfangk vncz an das end hiet |
| 36 | mogen gesagen. Wann wir warn nicht lang bey. enander, vnd kund sich |
| 37 | auch nye gefuëgen, daz ich den gefragt hiet, der mit mir was in den sorgen, |
| 38 | ob im icht des gleichen zaichenlich engegent wër, die weil er in dem gwelb |
| 39 | was, als mier engegent was, wann er kundat nicht vil deütsch, so mocht ich |
| 40 | ny.emant getrawn, der mier getulmëtscht hiet. Da mich die edel KungInn |
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| 01 | enphie, da lag ir gnad an dem pett vnd wolt nue geruet haben vnd sagt mir, |
| 02 | wie es ier des tags ergangen was. Wann es waren zwo erber Frawn von Ofen , |
| 03 | zwo witib zu Ireen gnaden komen. Die FRAGand] ain hies die SubenLinderInn , |
| 04 | die ander hies dy Zawzehinn , vnd heten zwo Ammen mit in bracht, die |
| 05 | ain was hefAm, das ander was die am, die das kind neren solt mit den prusten, |
| 06 | vnd diselb am het ier kind auch mitbracht, das was auch ain Sun, Wann es |
| 07 | mainen die weisen, es sei die milch pesser von der frauen, die ainen Sun bringt |
| 08 | denn von ainer tochter. Vnd dieselbigen frawn solten mit ieren gnaden |
| 09 | geczogen sein gen Prespurgkch vnd solten ir da gephlegen haben in den kindelpeten, |
| 10 | Wann nach der ray.ttung solt ir gnad noch ain wochen getragen haben. |
| 11 | Ob die raittung gefëllet het oder ob es suest gots willen was, Wann hiet ir |
| 12 | gnad desselbigen nachts nicht gepert, So wër ir gnad des morgens aufgesessen |
| 13 | frue auf die fart, wann die wëgen waren all geladen, vnd das hofgesind |
| 14 | was alles berait. Da ich mit der edeln KungInn also redat, do ward mier ier gnad |
| 15 | sagen, wie sie dy fraun von Ofen gepetten hieten in ainer wannen, vnd |
| 16 | wie ir nach dem pad gar swër wer worden. Do hueb ich die huel auf vnd wolt |
| 17 | Si plasse sehen. Do sach ettliche warczaichen, Dar an ich wol erkant, daz es |
| 18 | von dem kindgepern nicht verr was. Vnd die fraun von Ofen , die lagen hin |
| 19 | vor dem Markcht, aber wir heten dennoch ain hefAm bei vns, die hies Margret , |
| 20 | dy het Graf Hannsinn von Schawnberg meiner frawn gnaden zugeschikcht, |
| 21 | vnd solt gar ain guete sein, als es dann was. Do sprach ich: " gnedig |
| 22 | fraw stet auf, mich bedünkcht wol, ier wert morgen nicht gen Prespurgk |
| 23 | faren. " Do stuend ier gnad auf vnd gieng vnd begund anzeheben zu der swëren |
| 24 | arbeit, do sandt ich nach der vngrischen Hofmaistrinn, die was genant aessin Margit . |
| 25 | Die kam zu hant, vnd was ain Junkchfraün da, genant die Fronacherinn , |
| 26 | die liesz ich baid bey. meiner frawen gnaden Vnd gieng pald |
| 27 | nach der Hefam, die dew von Schawnbergk dar het gesant. Die lag in meiner |
| 28 | Jungen frawn zy.mer. Vnd sprach: " Margret , stet pald auf, meiner frawn |
| 29 | gnad, die get zu dem kind. " Die fraw, die Antburt mir aus swërm slaf vnd |
| 30 | sprach: " Heiliges krew"cz, well wir heint ain kynd gewy.nnen, well wier wënich |
| 31 | morgen gen Prespurgk farn. " Vnd wolt nicht aufsten, vnd der krieg der dew"cht |
| 32 | mich zelangk vnd ey.lat wider zu meiner frawn gnaden, daz ier nicht mysselung, |
| 33 | Wann die zwo, die bei ir waren, die kunden nicht zu solchen sachen. Do sprach |
| 34 | meiner frawn gnad: " wo ist die Margret ? " Da sagat ich iren gnaden die toerleich |
| 35 | antburt der frawen. Do sprach ier gnad: " get pald hinwider vnd haisst Si |
| 36 | komen, es ist nicht schymph dapey " , vnd gieng pald hynwider vnd pracht die |
| 37 | frawn mit zoren auf. Vnd do sy.e zu meiner frawn gnaden kam, da wert es nicht |
| 38 | ain halbe stund, Daz vns got der almoechtig ains Jungen kunigs beriet, In |
| 39 | derselben stuend, als die heiligen kron von der Plintenburg kam zu Gamaren , |
| 40 | in derselbigen stuend do ward kung Lasla geborn. Die hefAm die was kundig |
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| 01 | vnd sprach: " gnedige fraw, Wellt ir mich geweren, wes ich euch pit, So wil |
| 02 | ich ew sagen, was ich in meiner hant hab. " Do sprach die edel KungInn: |
| 03 | " Ja, liebe mueter. " Da sprach die Am: " gnedige fraw, ich hab ainen Jungen |
| 04 | Kunig in meinen henden. " Do was die edel KungInn fro, vnd pat ir hend |
| 05 | auf zu got Vnd dankchat got seiner gnaden. Do nue die Kindelpetterinn gelegt |
| 06 | ward an ain pett vnd nyemant mer bei ier was dann ich allain, Do knyat ich |
| 07 | nider vnd sprach zu der edelen KungInn, vnd sprach: " gnedige fraw, ewr |
| 08 | gnad hat got zu dankchen, die weil ier lebt, vmb die grossen gnaden vnd wunder, |
| 09 | die got der almoechtig geburcht hat, daz der Kung vnd die heilig kran in ainer |
| 10 | stund sind zu einander komen. " Do sprach die edel KungInn: " es ist frey.leich |
| 11 | ain grosz wunder von got dem almochtigen, wann es hat ee ny. gesein mogen " , |
| 12 | vnd do die frawn von Ofen des Innewuerden, daz meiner frawn gnad des |
| 13 | kindes genesen was, des waren sie fro, als es wol pilleich was. Aber darumb, |
| 14 | daz Sy. da bey nicht waren gewesen, da waren sy gar vnmuetig vmb, vnd ich |
| 15 | ward gar hoch vnd vast darInn verdacht vnd es was doch an mein schuld, |
| 16 | wann die zeit die was zu kuercz. Der Kung wolt nicht lenger peiten, er wolt |
| 17 | eylen zu der heiligen kran, ee daz ain anndrer këm, Wann wer het im das |
| 18 | gesagt, daz der von Polan stellat nach seinen vëterlichem erb, vnd hiet er nuer |
| 19 | ain wochen nach in seiner mueter leib geslaffen, So wër er her#aufkomen |
| 20 | zu Prespurgk , So hiet man nicht pald ain macht mogen zu wegen bringen, |
| 21 | daz man mit gwalt wër hin wider abgezogen, So wër der von Polan villeicht |
| 22 | ee gen Weyssenburg komen denn sein gnad, Vnd als das war ist, daz |
| 23 | die heilige kron gen vngeren dem heiligen sand Steffan von got gesandt |
| 24 | vnd gemaint ist, Als war ist das, daz es got hat scheinperleichen wellen, daz |
| 25 | der recht erb Kung Lassla die heiligen Kran zu Vngeren solt auftragen, |
| 26 | vnd nicht der von Polan . Vnd das Capitel sullen ettlich merkchen vnd |
| 27 | da nue der edel vnd getrew graf Vlrich von Zily. des Innenward, daz im ain |
| 28 | Kung vnd ain frunt geporen was vnd der do was sein vëterlicher herr, da |
| 29 | ward er gar frewdenrich vnd auch die von Krabaten vnd ander grafen vnd |
| 30 | herren vnd alles hofgesind. Da lies der edel graf von Zily. ain frewdenfewer |
| 31 | machen vnd fuern mit den windliechten auf dem wasser vnd heten ier freud |
| 32 | vncz vber mittenacht. Des morgens frue da sandt man nach dem Bischoue |
| 33 | von Gran , daz er komen solt vnd solt den Juengen Kung zu ainem Kristen |
| 34 | helfen machen. Der kam vnd der pharrër von Ofen , genant maister Francz , |
| 35 | der was auch da. Vnd mein gnedige fraw die begerat an mich, Ich solt auch |
| 36 | iren gnaden gevëtrInn werden. Do sprach ich: " gnedige fraw, Ich bin ewren |
| 37 | gnaden sust alczeit ains gueten schuldig, Ich bit ewr gnad, ier nembt die Margit aessin " |
| 38 | Das tet ir gnad. Da man nue den edlen Kung wolt tauffen, do nam |
| 39 | man der Jungen KungInn, frawen Elyzabethen den swarczen rokch ab, darInn FRAGman] |
| 40 | Si den hohen vnd den teurn fuersten Kung Albrechten geklagt het, |
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| 01 | vnd man legt ier an ainen guldeinen rokch gewant in rater varib, vnd die |
| 02 | Junkchfraun all muesten sich zierlich stellen got zu lob vnd er, der landen vnd |
| 03 | lew"ten erblich ainen kung vnd herren geben het. Do nam der hochwierdig |
| 04 | prelat, her Dyonisy. , erczBischoue zu Gran den Jungen Kunig, vnd half |
| 05 | im zu der tauff vnd hueb in aus der tauff, Vnd graf Bertelme von Krabaten |
| 06 | vnd der Pharrer von Ofen vnd Margit aessin , die all hueben den edeln kung |
| 07 | aus der tauff, der ward genannt Kung Lassla , das tet ettleichen zaren vnd |
| 08 | may.nten, man salt in Kung Peter haben genant, darumb daz er den nam mit |
| 09 | im pracht hiet. So maynaten ettlich, man solt in Kung Albrecht haben gehaissen |
| 10 | durch seins vaters willen, der so gar ain frumer Kunig ist gewesen. |
| 11 | Aber meiner fraun gnad het das verhaissen got vnd dem heiligen Kung sand Lassla |
| 12 | Vnd het ir oppher gen Wardein gesant vnd het auch ain groß |
| 13 | sy.lbrein pild als ain FRAGpild] kind zu dem Heiligen pluet gen Welsnakch gesandt |
| 14 | bei dem Vinsterlein vnd pat got vmb ainen erben, des ward Si gar schier |
| 15 | gewert nach dem willen gots. Da nue das alles was geschehen, Do sant man |
| 16 | poten aws in manige lant vnd tet das zu wissen, daz got der almoechtig lanten |
| 17 | vnd lewten ainen Kung vnd erbherren gegeben het, der was der maist tail in |
| 18 | den landen fro. Do sandt die edel KungInn ainen poten ey.lund zu den vngrischen |
| 19 | herren, die zu dem von Polan in potschaft warn gesantt, daz Sy. |
| 20 | solten widerkern, Wann got hiet ir ainenn erben gegeben, der herr solt sein |
| 21 | vnd kain andrer nicht. Des wolten sy. nicht tueen, vnd mainten, sy wolten die |
| 22 | potschaft volfuern vnd volbringen, darumb sy. aus waren komen, vnd zugen |
| 23 | fuer sich dahin zu dem von Polan . Do das die edel KungInn vernam, do was |
| 24 | Si vast vmb bekuemert, Aber Si het dennoch ain guete Hofnung zu got vnd |
| 25 | sprach albeg, Si wessiet wol, daz ier got den erben vmb sust nicht geben hiet. |
| 26 | Die edel kindelpetterinn die het nye kain rue, wann die geschëft die waren gros, |
| 27 | vnd die herren wolten an ier gnad nichtz ausrichten vnd komen der herren vil |
| 28 | dahin. Es kam der Bischoue von Rab dahin vnd erpat sich dinstlich gegen |
| 29 | seinen naturlichen herren. Es Kam der alt Rosanistván auch dahin vnd erpat |
| 30 | sich auch dienstleich gegen seinen naturlichen herren. Es kam auch da hin |
| 31 | der grosz graf Her Larencz vom Hay.denreichstüern mit frawn mit sambt |
| 32 | Vnd die fraw schankcht der Amën vier guldein, vnd erputen sich wol mit |
| 33 | warten. Vnd der grass graf der trat her zu mier, do ich bei der wiegen stuend |
| 34 | vnd sprach: " Kottannerinn huett wol, ainen Kung von Vngern vnd ainen |
| 35 | Kung von Behem vnd ainen Herczogen von Osterreich Vnd ainen Markgrafen |
| 36 | von Mërhern , Das habt ir da alles bey einander. " Da antburt ich im |
| 37 | vnd sprach: " Herr das ist wol, ich hueett als ich pest mag. " Vnd was gutter |
| 38 | vnd suesser wart gegen meiner frawn gnaden, aber er het zwo gestalt, als es |
| 39 | sich her nach wol erfünden hat. Da zach der grasz graf mit frawn mitsambt |
| 40 | wider gen Ofen Vnd die edel KungInn was vmbgeben mit vil sorgen, |
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| 01 | Wann es kam vil warnung, wie man dem Jungen Kung nachstelliet auf sein |
| 02 | leben, vnd getorsten nyemant vertrawn vnd ich mueest swërlich vnd herttikleich |
| 03 | dienen meiner gnedigen frawn vnd auch irn kindern Vnd all die weil ir gnad |
| 04 | in den kindelpetten lag, kam ich nye aus meinem gebant, weder tag noch |
| 05 | nacht . Do nue die zeit kam, Daz nue die edel KungInn solt fuergen nach frawen |
| 06 | siten, do nam Si ieren Sun an den armb vnd trueg In In die Capellen zu Gomarn . |
| 07 | Das geschach in den Osterveirtëgen [ 2. März 1440 ] . Der edel vnd der |
| 08 | getrew graf Vlrich von Zily. der was stëtleich bey. meiner frawen gnaden Vnd |
| 09 | stueend ir treulich bey., Vnd ain Herczog von Ly.ndbach , genant her Setzitamësch , |
| 10 | der stuend ier auch trewlich bey. vncz an ier ende, vnd auch dÿ |
| 11 | grafen von Krabaten , Graf Bartholome vnd sein brueder, dy. stuenden ir |
| 12 | auch trewlich bey., vnd auch ander Grafen vnd Bischoue vnd herren Vnd |
| 13 | het dennoch vil edel lew"t vnd stet vnd landtvolkch, dy. iren gnaden mit ganczen |
| 14 | trewen mitwaren. Vnd da nue dy. edel kungin auf was gestanden aus den Kindelpetten, |
| 15 | Do kamen dy. vngrischen herren von dem von Polan herwider, dy. |
| 16 | in potschaft bei im gewesen waren. Da kam der Waidavemrich vnd her |
| 17 | Matcoban zu Guemarn vnd her Laslawan von Gara vnd ettlich Bischoue |
| 18 | waren auch da, vnd auch ettleich grafen vnd herren Vnd kam auch ain Behemischer |
| 19 | herr, der hiess Smikoczky. . Do er zu meiner fraun gnaden kam, |
| 20 | Da sach er den Jungen Kung Lasslaen in der wiegen, Do gieng er hin zue |
| 21 | vngefordert vnd kny.at ny.der fuer dy. wiegen Vnd hielt dy. zwen vinger an |
| 22 | der rechten hant auf vnd swuer, daz er dem edelen kung Lasslaen vnd seiner |
| 23 | mueter wolt mit ganczen trewn mitsein. Da alles geschah Vnd da die edel |
| 24 | KungInn das vernam, daz her Waidavemreich vnd her Mathcoban komen |
| 25 | waren von dem von Polan , da stellat sich ier gnad froeleich vnd aufgericht, |
| 26 | doch als ainer witiben zugehoriet. Das tet Si darumb, daz sy. solten wënen, |
| 27 | Si wolt den von Polan nemen, des Si doch nicht willen het, nuer darumb, daz |
| 28 | Si an in mocht erfarn, wie sy sich wolten halten gegen ihrem naturlichen |
| 29 | herren. Da nue die herren zueinander komen vnd solten ain taiding haben, |
| 30 | da wolt meiner frawn gnad die herren in das haws nicht lassen vnd gieng |
| 31 | heraws zu In, vnd heten ain gesprëch vor dem haws. Da das nue endt het, Da |
| 32 | gieng ir gnad hin wider in. Da ward sie gebarnt, Si solt nymer fur das haws |
| 33 | geen, daz ier nicht gwalt beschëch. Das tet Si vnd lies dy. herren hinein Vnd |
| 34 | lies die knecht hinvor; vnd heten dy. taiding in dem haws. Vnd da nue yeder |
| 35 | tail sein sach het furgelegt, vnd meiner frawn gnad auch wissenn wolt, wie |
| 36 | sy. es halten wolten mit irem naturleichen herren Kunig Lasslaen , do sprach |
| 37 | ainer zu ier aus den zwain, Matcoban oder Waidafembreich Also: " gnedige |
| 38 | fraw, Vnd hiett ainen Sun der Zehen Jar alt wër, wier nemen sein nicht auf zu |
| 39 | ainem herren, Wenn er moecht vns den tuerkken nicht vorgesein. " Das was |
| 40 | ier maynung, Daz Si den von Polan nëm. Des verdras die edel KungInn gar hart, |
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| 01 | vnd tet doch ny.nndert dem gleich, vnd gieng zu rat mit iren freund graf |
| 02 | Vlreichen von Zily. vnd andern ieren getreuen Rëten, wie Si sich da entgegen |
| 03 | halten. Do ward ir geraten, Si solt die zwen herren, Matc oBan vnd Waidafembreich |
| 04 | Innemen in Ir vennkchnuss. Da gieng die edel Kunginn gar stil |
| 05 | vnd weisleich mit den sachen vmb. Vnd her Lasslaban , ir veter der zach |
| 06 | dahin, vnd west vmb das nicht, vnd die zwen herren wolten auch da hin sein |
| 07 | vnd warn enhalb der Tueenaw , in ainem klainen Dorfflein gegen Gomarn |
| 08 | veber, daz man sie aus dem haws wol sach hin vnd hergen. Da tet sich meiner |
| 09 | frawn gnad aus, Si wolt sich fur den Totas slahen, vnd lies des von Zily. |
| 10 | FRAGhof] volkch vnd der Smykosky. vnd ander ir hofgesind des nachts spat veber |
| 11 | dy. Tuenaw farn. Des morgens fruee, als der tag anprach, do stuend meiner |
| 12 | fraun gnad auf, vnd ich nam ain Windtliecht, vnd giengen mitenander auf dy. |
| 13 | maur in ain Zy.mmer vnd wolten sehen, wie es den Herren ergieng. Do es |
| 14 | nue liecht ward, do sach wir, daz dy. herren zu einander giengen in ain haws. |
| 15 | Vnd rait ainer von Ofen mit vier pherden, das was Vrsami Jënusch , der |
| 16 | kam auch in das haws zu den herren. Das sach wir alles auf der maur. Nicht |
| 17 | lang dar nach, do kam ain michel volkch geriten vber [ die tuenaw ] das FRAGvolck] |
| 18 | veld, das was meiner gnedigen frawn hofgesind, vnd umbgaben das haws, |
| 19 | vnd viengen die zwen herren Matcoban vnd Waidafembrech vnd |
| 20 | ir hofgesind vnd die armen pawren die fluhen aus dem doerfflein parfuess |
| 21 | vnd in phaitleinn. Vnd Vrsegmi Jënuss ward auch gefangen vnd die schef |
| 22 | waren schon beraitt, dar auf saczt man dy. herren vnd ir hofgesind vnd furat |
| 23 | sie vber das wasser in das haws Guemaren vnd lagen da gefangen. Da begeraten |
| 24 | sie, daz graf Vlrich von Zily. zu in këm. Si wolten meiner frawn gnad ainen |
| 25 | gueten rat geben. Da der von Zily zu in kom, da puetten sy. meiner frawen |
| 26 | gnaden zue, Si solt kung Lassla krönen mit der Heiligen krön, so wurd |
| 27 | er von dem reich nicht verdrungen. Aber sy westen nicht, daz Si den kron het, |
| 28 | Wann sy. waenten nicht anders, Sie het her Lasslaban auf der Plintenburg , |
| 29 | Wann her Lasslaban von Gara ,der was wol ains mit In, vnd sy heten hofnung, |
| 30 | sy. solten da durch ledig werden. Da der edel Graf von Zily. meiner frawn |
| 31 | gnad die potschaft bracht von den herren, Der Rat geviel ir wol, vnd wolt |
| 32 | ieren veteren hern Lasslaban auch versuehen, Vnd sandt hern Mathesen , |
| 33 | dieczeit ieren kanczlër zu her Lasslaban , er solt ir die kron geben, Si wolt ieren |
| 34 | Sun lassen kroenen zu seinen veterleichem erb. Da enpat ir her Lasslaban her |
| 35 | wider, er wolt es geren tueen: doch also, daz Si den Matkoban vnd den Waidavembreich |
| 36 | ledig liess. Dy. antburtt geviel meiner fraun gnaden wol, vnd het |
| 37 | nue sorg, ir veter her Lasslaban der wuerd ir vngunstig darumb, daz Si dy. |
| 38 | Heiligen kran het, Vnd nam mich in ier gehaim vnd sprach zu mier also: |
| 39 | " Liebe Kottannerin , wie welt ir mir raten. Her Lasslawan hiet sich gewilligt, |
| 40 | er well mir die kron geben, wie tët ich im, daz sy wider auf der Plintenpurg |
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| 01 | wër. " Do ich das hort, do erkam ich also hart, das ich in allen meinen glidern |
| 02 | enphand, daz sich der muet der weisen frawn also verkert het, vnd gedacht |
| 03 | mir wol, daz es ain einplasen von dem tewfel wër. Vnd ich mocht nicht lenger |
| 04 | peitten, vnd gab ir ain antburt aus zoren, vnd sprach also: " Fraw, do lasst |
| 05 | von, des tuen ich nicht vnd wag mein leben in solcher mass nicht mer vnd |
| 06 | rat auch dar zue nicht, es ist albeg in der stauden pesser denn in dem stokch. |
| 07 | Widergeben kombt ir albeg wol, der y.czund ewer fruendt ist, der moecht villeicht |
| 08 | darnach ewr veindt werden. " Da das die edel KungInn horat, daz ich |
| 09 | ier aus zoren also groebleich het geantburt, do swaig Si stil, vnd sprach weder |
| 10 | Ja noch nain vnd gieng also von mier vngeantbuertt, vnd redat auch furbas aus |
| 11 | den sachen nicht mer mit mier. Vnd wer die kran auf der plintenpurg also |
| 12 | lang gewesen, so wer Si fursich in des von Polan hannd komen, als ir es her |
| 13 | nach wol horen werd. Nue merkcht, wie vnmueessig was der tewfl in dem |
| 14 | ersten anfankch vnd gegen dem ennd. Nicht lang dar nach, do kam der |
| 15 | von der Freinstat , Waidamiclosch zu meiner fraun gnad vnd mainat, |
| 16 | er wolt iren gnaden vast dienenn, vnd da gab im ir gnad Weissenburg In. |
| 17 | Nicht lang darnach do kom ain gewisse potschaft, der Kung von Polan der |
| 18 | zug daher vnd hiet willen gen Ofen , als es dann geschach, vnd muesten |
| 19 | vns haimlich vnd eylund zurichten zu der krönung. Da sandt meiner fraun |
| 20 | gnad gen Ofen vmb ain guldein tuech dem Kung Lassla zu dem gebant, das |
| 21 | zu der krönung gehorat, Da was die potschaft zu lang, vnd heten sorg, es |
| 22 | wurd sich zu lang vercziehen, Wann die FRAGKungInn] Kroenung muest an ainem |
| 23 | Hochczeitleichen tag geschehen. Das waren die Phingsten, die nagsten [ 15. Mai |
| 24 | 1440 ] , da was nicht verr hin, daz man eylen muest. Nu was ain schoenes vnd |
| 25 | gross meszgebant da, das was Kaiser Sigmunds rokch gewesen vnd was rot |
| 26 | vnd guldein, vnd waren silbrey.nn weiss flekch darIn geworcht, das must |
| 27 | man zusneiden vnde machat dem Jungen kung FRAGaln] dar aus sein erstes klaid, |
| 28 | das er zu der Heiligen kron solt anlegen. Nue merkcht, ob das icht ain vrkund |
| 29 | sei, daz er sein enleichs vnd sein vëterleichs erb pillich solt herschen, die schilt |
| 30 | rot vnd weis, vnd ich machat das klain gevert, die alm vnd die vmeral vnd die |
| 31 | stol, vnd den hanntfan vnd die hanntschuech vnd die schuech zu den fuessen |
| 32 | vnd dy muest ich in der Capellen haymleich machen, mit versperrter tuer. |
| 33 | Da nue alle sach geordent was, Do sandt meiner frawn gnad hern Mathesen , |
| 34 | iren Kannczlër, zu ierem Vettern, hern Lasslaen ban , daz er zu ir solt koemen, |
| 35 | vnd solt mit ier ziehen gen Weissenburg , Si wolt iern Sun lassen kroenen, vnd |
| 36 | Si hiet die heilig Kron. Da das Her Lasslaban horat, Das geviel im nicht gar |
| 37 | wol, Doch het er hofnung, im wër nicht also, Si wër nach auf der Plintenpurg , |
| 38 | vnd er kam auch nicht zu meiner frawn gnad. Do das ir gnad vernam, |
| 39 | daz Her Lasslaban nicht këm, so sandt ir gnad dy. zwen, her Matkowan , |
| 40 | vnd her Waidavembreich herauf gen Odenburgk . Vnd schuef in ainen |
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| 01 | Ritter zu, der was des von Zily diener, vnd hies Her Hainreich der Ranndegkër , |
| 02 | der solt ier hueetten, Wann graf Vlrich von Zily het die weil Odenburg |
| 03 | Inne vnd het ainen Haubtman dahin gesaczt, der hies Fridreich Flëdnyczër , |
| 04 | dem wuerden die herren enpholchen. Da sandt die edel KungInn in grosser |
| 05 | gehay.m zu dem edelen fursten von Osterrich , genant Herczog Albrecht , |
| 06 | vnd tet im zu wissen, Daz Si an dem heiligen Phingstag [ 15. Mai 1440 ] wolt |
| 07 | lassen krönen meinen gnedigen herren Kung Lassla . Der edel furst Herczog |
| 08 | Albrecht erpat sich als ain getrewr freund, der in den noeten wirt erkannt, |
| 09 | Vnd hueb sich auf mit ey.l vnd zach auch dahin gen Weissenburg , Also daz |
| 10 | Si ettleich pherd zu tod riten, vnd kam an dem Phingstag mit sein selbs leib |
| 11 | zu seinem Vetteren Kung Lasslaen . Vnd wër sein not beschehen, er hiet sein |
| 12 | leben vmb seinen willen lassen aufgen. Da nue das hofgesind zu einander |
| 13 | was , das zu Weissenburg mit meiner fraun gnad ziehen solt, Do sandt ier |
| 14 | gnad zu dem Erczbischoue zu Gran , daz er këm vnd zug mit ir gen Weissenburgk |
| 15 | vnd half ieren Sun zu kroenen. Vnd der kam mit ainem gueten zeug. |
| 16 | Da nue die wiegen was zuegericht, dar Inn man den Jungen Kung solt tragen, |
| 17 | Do muesten albeg Vier zu sein, die sein gnad truegen, vnd des phincztags |
| 18 | [ 12. Mai 1440 ] Vor dem Phingstag nachmittag, Da hueb sich die edel kunginn |
| 19 | mit dem Jungen Kung, vnd der edel graf von Zily vnd die grafen von Krabaten |
| 20 | Vnd die herczogen von Ly.nndbach vnd kam auch der gross graue |
| 21 | her Larenncz von Haydenreichstueernn in gelaitt zu meiner frawen gnad. |
| 22 | Da ward ain grossew scheffung, genant ain pletten, zuegericht. DarIn gieng |
| 23 | die edel KungInn mit ierem Kungklichem geslëcht, Sun vnd tochter, |
| 24 | vnd vil gueter leüt mit in, Daz die pletten gar vol angeladen was, daz Si kaum |
| 25 | vmb ain twerche hant ob dem wasser was, daz es sargsam vnd wagleich was. |
| 26 | Dar zu kam ain grosser windt, nach half vns got mit freuden hinveber, do |
| 27 | wir hin#veberkomen, do trueg man den Jungen Kung in der wiegen, vnd |
| 28 | vier muesten In albeg tragen vnd am meisten geharnascht mannen, Vnd ich, |
| 29 | sein DienerInn, rait neben der wiegen, vnd man trueg in nicht gar verr, da |
| 30 | ward er vast waynen vnd wolt in der wiegen nicht beleiben. Vnd ich stuend |
| 31 | von dem phërde vnd trueg in an dem armb. Vnd het vast geregent, daz es |
| 32 | poes zu geen was. Do was ain fromer Ritter Da, Der hies her Hanns der Pielahër , |
| 33 | der weishait mich durch das gemues. Vnd do wir zu dem Totans |
| 34 | komen, da was es nue vinster nacht, vnd beliben da vber nacht. Smorgens |
| 35 | hueb ich mich vor an hin mit dem Jungen Kung, Vnd meiner fraun gnad die |
| 36 | pelaib da hinden mit ier Jungsten tochter, Wann ier gnad het zu schaffen mit |
| 37 | dem grossen grafen, Der gab ir guete wart, vnd sprach zu ieren gnaden, er |
| 38 | hiet die graben har mit eren herbracht, er wolt sy mit eren in sein grueb auch |
| 39 | bringen. Es was aber ain vnderschaid, Vnd er wolt auch mit ieren gnaden nicht |
| 40 | ziehen gen Weissenburgk vnd kerat vnder wegen wider, Vnd zach dahin gen |
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| 01 | Ofen vnd warttat, Wann der Kung von Polan këm. Vnd da ich mit dem |
| 02 | Jungen Kung vor anhin zach, do kamen wir in ainen schonen Geiaydhof, Der |
| 03 | hies zu Dew"tsch der Grintsechdel . Do het wir ain spoere herberg, wir hieten |
| 04 | gern geessen, do vannd wir nichtz gar vil, Wann es was freytag [ 13. Mai 1440 ] |
| 05 | vnd was guet vasten, vnd beliben da vber nacht. Vnd wartaten, daz meiner |
| 06 | fraun gnad auch zu vns kam. Vnd zugen dahin gen Weissenburgk . Do wier |
| 07 | schier hin#zukomen, Do rait der von der Freinstat , Waidaniclosch heraus |
| 08 | gegen vns, wol mit fuenfHundert phërden. Vnd da wir in das gemues komen, |
| 09 | do hueb der Jung Kung an zu waynen vnd wolt in der wiegen vnd im wagen |
| 10 | nicht beleiben. Vnd ich muest sein gnad traegen an dem armb vncz in die Stat |
| 11 | gen Weissenburg . Do stuenden die herren von den phërten ab vnd machten |
| 12 | ainen weitten krais mit geharnaschten mannen vnd hetten plassen swert in |
| 13 | den henden vnd enmitten in den krais, do muest ich, elena Kottannerinn |
| 14 | den Jungen kung tragen, Vnd graf Bartthalome von Krabaten der gieng mier |
| 15 | an der ainen seitten Vnd ain annderer an der FRAGse] anndern seitten Vnd weisaten |
| 16 | miech dem edeln kung zu eren vnd giengen also durch die Stat vncz inn die |
| 17 | herberg. Vnd das was an dem phingstabent [ 14. Mai 1440 ] . Da sandt meiner |
| 18 | frawn gnad zu den eltisten burgeren, die dann dar#zuegehorten, vnd liess sye |
| 19 | die Heiligen kron sehen, vnd hies es zurichten, als es dar#zuegehort vnd von |
| 20 | alter her komen ist. Vnd warn ettlich burger da, die des gedachten, daz man |
| 21 | Kaiser Sigmund auch gekronet het, vnd die da bei gewesen waren. Des |
| 22 | morgens an dem phingstag [ 15. Mai 1440 ] do stuend ich frue auf vnd padat |
| 23 | den edelen kung vnd richtat in zu, als ich pest mocht. Da trueg man in In die |
| 24 | kirchen, Da man dann ainen y.eden Kung kroent. Vnd waren vil guter lew"tt |
| 25 | da, geistleich vnd weltlich, als ier vor gehort habt. Vnd da wier in die Kirchen |
| 26 | komen, Da trueg man den Jungen Kung zu dem kor. Do was die tueer an |
| 27 | dem kor zuegeslossen Vnd die Purgër warn Innerthalb, vnd meiner fraun |
| 28 | gnad, die was ausserthalb der Tueer, mit ierem Sun, dem edlen Kung vnd |
| 29 | meiner fraun gnad die redat vngrischen mit in, vnd die purgër des gleichen |
| 30 | antburtten vngrischen ieren gnaden her wider aws. Also daz ir gnad swueer |
| 31 | an stat irs Suns des edelen Kungs, Wann an dem selbigen tag, da was sein |
| 32 | gnad gleich zwelf wochen alt. Do nue das volbracht ward nach irer alten |
| 33 | gewonhait, do teten sy. dy. tueer auf vnd liessen ieren naturleichen herren vnd |
| 34 | fraun hinin, vnd auch dy. andern, die dar zu geordent worden, geistlich vnd |
| 35 | weltlich. Vnd die Jung KungInn, Junkchfraw Elizabeth , die stuend oben bei |
| 36 | der Argel, darumb, daz man ir gnad in dem gedrang nicht laidigen solt, Wann |
| 37 | Si was nuer in dem vierden Jare. Da man nue das Ambt wolt anheben, da |
| 38 | muest ich den Jungen Kung aufheben, daz man sein gnad fiermat. Nue was der |
| 39 | von der Freinstat , Waida niclosch dar zu geordnet, Daz er den Jungen |
| 40 | Kung solt Ritter slahen, Darumb daz er ain rechter Lanndsman was. Nue het |
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| 01 | der edel graf von Zily. ain swert, das was FRAGdas] beslagen mit silber, vnd verguldet, |
| 02 | dar auf was ain Reim gemacht, der hies: " vnvercziegen " , vnd dasselb |
| 03 | swert schankcht er dem Jungen Kueng, daz man sein gnad damit solt Ritter |
| 04 | slahen. Da nam ich elena Kottannerinn den Kung an meinen armb. Vnd da |
| 05 | nam der von der Freinstat das Swert in die Hant vnd slueeg den Kung zu Ritter, |
| 06 | vnd mas Im die sleg wol, daz ich sein wol enphand an dem armb. Das het die |
| 07 | edel KungInn gemerkcht, die stuend neben mein, Vnd sprach zu dem von |
| 08 | der Freinstat also: " Istemere nem misserten. " Das haisst zu dew"tsch also: |
| 09 | " Durch gots willen, tue im nicht FRAGlaid] wee. " Do sprach er also her wider: |
| 10 | " Nem " , das haisst, nay.n vnd lachat. Da nam der Hoch wierdig prelat, der |
| 11 | Erczbischoue von Gran das hey.lig oel vnd salbat das edel Kungskind zu Kung. |
| 12 | Da legt man Im an das gulden gewant, daz ainem Kung zugehort. Da nam |
| 13 | der Erczbischoue die heilig Kron, vnd saczt die auf das haubt des edelsten |
| 14 | Kungs, als es y.cz in der heiligen Kristenhait ist: Kung Lassla , Kung Albrechts |
| 15 | Sun vnd Kaiser Sigmunds Eny.kel, Der ist an dem heiligen Phingstag [ 15. Mai |
| 16 | 1440 ] mit der heiligen Kron von dem ErczBischoue von Gran zu Weissenburg |
| 17 | gekroent worden. Wann Si habent drew gesecz in dem Kungreich zu Vngeren . |
| 18 | Vnd wo der ains abgeet, da mainen Sie, daz der nicht rechtleich Kung sey.. |
| 19 | Das ain gesecz ist daz, vnd das haisst, daz ain Kung zu Vngern sol gekroent |
| 20 | werden mit der heilig kron. Das ander, daz in sol kroenen der ErczBischoue |
| 21 | zu gran . Das dritt, daz die kronung sol beschehen zu Weissenburgk . Die drey |
| 22 | geseczt die sind volkomenlich gehalden worden zu dem edelen kung Lassla , |
| 23 | vnd an dem selben tag, als sein gnad gekronet ist worden, ist er gleich zwelf |
| 24 | wochen alt gewesen. Vnd das sult ir freilich wissen, da im der ErczBischoue |
| 25 | dy. heilig kron auf sein haubt saczt vnd im die hielt, daz er das haubt als kreftikleichen |
| 26 | aufhielt, es wër ainem kind genueg gewesen ains Jars alt, vnd das wirt |
| 27 | selten gesehen von kinden, die zwelf wochen alt sind. Da nue der edel kung |
| 28 | Lassla gekroenet ward an sand#Steffansaltar an meinem armm, do trug ich den |
| 29 | edlen Kung an ainem klainen stieglein auf, ain Hoech, als da gewonhait ist. |
| 30 | Da las man die ordnungzedel, die dar#zuegehort. Da zu ran ain guldein |
| 31 | tuech, dar auf ain Kung sol siczen, als da gewonhait ist. Do nam ich ain |
| 32 | dekch aus seiner wiegen, die was rot vnd guldein vnd was mit ainem FRAGhämelweissen] |
| 33 | hërmleinen vnderczogen, daz dy. ordnung volbracht wuerd. Nu |
| 34 | merkcht, daz aber dy varb rat vnd weis vnuergebens zu einander kam. Da |
| 35 | nu der edel Kung auf dem guldeinen tuech gehalden ward, da hielt im graf |
| 36 | Vlrich von Zily. die Heilig kron ob dem haubt, vncz das man das Ambt gesang. |
| 37 | Der edel Jung Kung der het ain klaine frewd zu seiner kroenung, Wann |
| 38 | er waynat mit lautter sty.m, daz man es horat als weit die kirchen was, daz |
| 39 | sein das gemain volkch wundernam, vnd sprachen, es wër nicht ain sty.m |
| 40 | als ain kind bey. zwelf FRAGJaren] wochen, es wër ainem kind genueg, das bey. ainem |
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| 01 | Jar wër, des er doch nicht was. Vnd der von der Freinstat , Wayda Niclos |
| 02 | der slueg Ritter an stat des edelen Kung Lasslaes . Da das Ambt nue volbracht |
| 03 | was, do trueg ich den edelen Kung her wider ab vnd legt in In die wiegen, |
| 04 | wann er was nue mued worden von dem aufhalden. Do trueg man In in sand#PetersKirchen , |
| 05 | do muest ich in wider aufheben aus der wiegen vnd muest |
| 06 | in tragen zu ainem stuel vnd muest in da niderseczen, als da gewonhait ist, |
| 07 | daz ain yeder kung, der da gekronet wirt, da sol ny.dersiczen. Do trueg |
| 08 | ich sein gnad her wider ab vnd legt in wider in die wiegen. Do trueg man den |
| 09 | edelen Kung von sand#PetersKirchen , vnd das edel geslëcht das volgt als |
| 10 | nach zu fuessen vncz in die Herberg. Dann allain der edel graf Vlrich von Zily |
| 11 | der rait, Darumb wenn er muest die Heiligen kron fueren vnd halden ob |
| 12 | dem haupt des edelen Kungs, Darumb daz es yederman sëch, daz es die Heilig |
| 13 | Kron was, die dem heiligen Kung sand Steffan vnd andern Kungen zu Vngeren |
| 14 | ist aufgeseczt Warden, vnd graf Bärtelme der trueg den Apphel, Vnd ain |
| 15 | Herczog von Lynndbach , genant der Seczy.tamësch , der trueg das Zeppter. |
| 16 | Man trueg auch vor dem edelen Kung ainen legatenstab, Darumb daz kain |
| 17 | von Vngeren zu lehen hat von dem Heiligen Roemischen Reich. Man |
| 18 | trueg im mit das swert, da man sein gnad mit zu Ritter het geslagen. Man |
| 19 | strew"t auch phening vnder das volkch. Vnd die edel KungInn die erat Ireen |
| 20 | Sun als hoch Vnd was als die diemuetig, daz ich armme fraw desselbigen tags |
| 21 | muest vor iren gnaden gen zu aller nagst bey. dem edelen kunig, Darumb daz |
| 22 | ich sein gnad zu der heiligen salbung vnd kronung an meinem arm het gehalden. |
| 23 | Der durchleüchtig fuerst von Österrich , Herczog Albrecht , der was |
| 24 | ey.lund koemen gen Weissenburgk zu dienst vnd hilf dem Durchleüchtigisten |
| 25 | fuersten Kung Lassla ,seinem veteren. Da hat der edel fuerst Herczog Albrecht |
| 26 | wol beweist Das naturlich recht, Daz ain pluet das ander in den noten nicht |
| 27 | lëssen sol. Da nue der edel Kung an die herberg vnd an sein ruee komen was, |
| 28 | da was sein gnad ploed von dem lanngen aufhalden. Da nue dy. herren vnd |
| 29 | yeder man aus was gegangen, Da was die edel kungInn allain bei iren Sun. |
| 30 | Do knyat ich ny.der fur die edel Kunginn vnd ward ier gnad manenn an die |
| 31 | dienst, die ich iren gnaden, vnd auch dem edelen kung, Vnd auch anderen |
| 32 | iren gnaden kinden, dem edelen fuerstengeslëcht getan hab. Da pat mier die |
| 33 | edel KungInn ir handt vnd sprach: " stet auf. Ist das, daz got gibt, daz die |
| 34 | sach guet wiert vnd zu frid kombt, Ich wil euch vnd all ewr geslëcht erheben, |
| 35 | Das habt ir wol verdient Vnd habt das an mir vnd an meinen kinden getan, |
| 36 | dazz ich selber nicht hiet getuen moegen noch kunnen. " Da neygat ich mich |
| 37 | diemuetiklich nyder vnd FRAGsprach] dankchat iren gnaden des gueten trostes. |
| 38 | Do sich das alles het vergangen, do komen die mër, daz der Kung von Polan |
| 39 | zu alten Ofen wër vnd wolt her vber dy. Tuenaw ziehen in die Hauptstat |
| 40 | zu Ofen , als es dann geschach. Da der von Polan an die Hauptstat zu Ofen |
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| 01 | kam, da wolten in die Statleüt nicht inlassen. Da liesz in der grasz Graf In |
| 02 | durch die purkch. Da wuerden die zwo gestalt offenbar, die der Grasz graf, |
| 03 | her Larencz von Hay.denreichs Tüeren lang zeit gehabt het. Da das die edel |
| 04 | KungInn Inneward, die gieng zu Rat mit ierenn freunden vnd Herren, die |
| 05 | Sy die weil bey. ir hete. Da ward ir geraten, Si solt ir volkch gen Ofen schikchen |
| 06 | vnd solt die haubtstat zu Ofen Innemen, Wann Si fund den von Polan vnd |
| 07 | die seinen vngebornet vnd das was auch war. Da machat graf Vlrich von Zily. |
| 08 | auf mit anderen hofgesind vnd zach da hin. Da het ainer vnder dem volkch |
| 09 | gesprochen: " Wann die vorderen in den von Polan slahent, so wellen wier |
| 10 | die weil die hinderen slahen. " Das kam an den von Zily. , da wolt der von |
| 11 | Zily nicht verrer ziehen, vnd kerat wider vnder wegen vnd zach wider gen |
| 12 | Weissenburgk , ob die red ay.nn warnung oder ain Ierrung was, Das wais got |
| 13 | wol, der da ist ain erkennër der herczen. Aber wëren Sie fur sich geczogen, |
| 14 | So hieten Sy. den von Polan vngewornet funden. Da der Kung von Polan |
| 15 | des Innenward, Daz man auf in wolt geczogen haben, Do het er also gesprochen: |
| 16 | " Jch bin doch darumb nicht auskomen, daz ich vechten wolt. Jch bin |
| 17 | dar umb auskomen, daz Jch tanczen wolt vnd frolich sein, Wann wër es |
| 18 | mein Dingk nicht, so wër es [ ains annderen ] aber Herczog Albrechts " , |
| 19 | Das was darumb geredt, daz der edel fuerst Herczog Albrecht dir |
| 20 | weil da was vnd meiner frawn gnad vnd dem edeln kung Lassla , seinem vetter, |
| 21 | recht beygesten. Er was darumb nicht auskomen, daz er tannczen wolt, |
| 22 | er was darumb auskomen, ob sein not geschëch, daz er durch seins freunds |
| 23 | willen sein swert witern wolt, in wagnuss seins lebens, Vnd das hiet er freilich |
| 24 | getan, wër sein not geschehen. Da man nue den edeln Kung wolt naher fueren |
| 25 | von Weissenburk , Da west man nicht wo hin von der veint wegen. Nue waren |
| 26 | zwen alt Bischoue die czeit bey meiner frawn gnad. Der ain was Bischoue |
| 27 | zu Rab , Der ander was Bischoue zu Veczprem . Da rieten dy. herren, man |
| 28 | solt den edeln Kung Lassla gen Veczprem fuëren darumb, daz es nahent |
| 29 | was. Da sandt man ainen poten pald gen Veczprem , Da wolten die Diener, |
| 30 | dy. Veczprem die weil Inneheten, weder Kung noch KungInn nicht Inlassen. |
| 31 | Da ward der Bischoue ainen tail Inn verdacht. Aber es was freilich gots will, |
| 32 | Wann hieten sy. vns wellen Inlassen, So wër wir fuersich geczogen da hin, |
| 33 | So hieten vns Die Veint zu kraisz vmbgeben, als her Dauiden in der stat |
| 34 | Zeilla . Da rieten die herren, daz man den edelen Kung solt gen Rab fueren, |
| 35 | vnd redaten mit dem Bischoue von Rab . Der Bischoue willigat sich einzulassen |
| 36 | seinen naturlichen herren vnd frawn. Vnd hat also gesprochen vnd daz |
| 37 | der tewfel selb an dem Rechten sëß, So must er das ertailen, daz Kueng Lassla |
| 38 | der recht erb vnd Kunig von Vngern wër. Da richt wier vns aber zue in die |
| 39 | rais her auf in das Lannd gen Rab . Da es nue abent was vnd yeder man was |
| 40 | an seiner rue, do sandt mein gnedige fraw nach mier die edeln fraw Margret aessin , |
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| 01 | Ich solt pald zu ieren gnaden komen. Do erKam ich hart vnd gedacht |
| 02 | mier wol, daz es ain widerbertikait wër. Da gieng die edel KungInn allain hin |
| 03 | vnd her in den gedankchen Vnd sprach zu mier: " nue wie welt ir nue raten, |
| 04 | vnser sach stet nicht wol, man wil vns fuerhalden, wo well wir die heiligen |
| 05 | Kran hinpergen, vnd kumbt Si in der veint hant, so wiert nichtz guetz dar |
| 06 | aus. " Wir rieten lanng hin vnd her. Nu was wier in dem Brobsthof zu herberg, |
| 07 | da was ain klainer garten Inn, da sprach ich: " gnedig fraw, lasst vns sy ingraben |
| 08 | in den garten, vnd ab die stat schon verloren wirt, wir wellen dennoch |
| 09 | wol ainen syn vinden, daz wir in den garten komen, vber die maur. " Do |
| 10 | sprach die weis Kunginn: " da hab ich auch angedacht, aber es dew"cht mich |
| 11 | nicht guet, darumb es mocht ainem da hin trawmen, daz die heilig kron verlorn |
| 12 | wuerd. " Da trat ich ain klaine weil naher vnd wolt mich bedenkchen Vnd |
| 13 | rueffat zu der mueter aller parmmung, daz Si vns gnad erWurf von Irem |
| 14 | Sun, daz wir mit den sachen weisleich vmbgiengen, Daz nicht der ausgieng |
| 15 | vbel. Da trat ich hinwider zu der edelen Kunginn vnd sprach: " Gnedige |
| 16 | fraw, vnverczigen ewrer weishait, das deücht mich guet: ewr gnad wais wol, |
| 17 | der Kung ist mer denn die Heilig kron, leg wir die heilig kron in die wiegen |
| 18 | vnder dem Kung, vnd wo got dem Kung hinpewtt, do këm die kran auch |
| 19 | hin. " Der rat der geviel iren gnaden wol, vnd sprach: " Wir wellen dem also |
| 20 | tuen vnd wellen Ir selber huettenn lassen. " Des morgens da nam ich dye heiligen |
| 21 | kron Vnd vermacht dy gar wol in ain tuech vnd legt die in dy. wiegen |
| 22 | in das strab, Wenn sein gnad dennoch nicht auf vederen lag, Vnd legt darzu |
| 23 | ainen langen loffel, Da man den Kinden mues mit macht. Das tet ich darumb, |
| 24 | ob y.emant in die wiegen griff, daz man des solt wënen, es leg ettwas da, dar |
| 25 | Inn man dem edelen Kunig sein mues machiet, vnd da west nyemant vmb die |
| 26 | czeit, dann meiner fraun gnad vnd ich. Vnd da wier nue berait waren in die |
| 27 | rais her auf in das Lant gen Rab , Da het wir ain grosse zerung zu rossen vnd |
| 28 | heten viel fuesknecht vnd zugen da hin mit grossen sorgen, wann die pawren |
| 29 | warn all aus den dorfferen geflohen in das holcz an dem Schiltperg , vnd |
| 30 | die pauren die warn den maisten tail der herren, die wider vns waren. |
| 31 | Vnd do wier nue an den Schiltperg komen, do stuend ich ab von dem phërd |
| 32 | vnd nam den edelen Kung aus der wiegen FRAGdarInn] vnd legt In in den wagen, |
| 33 | dar Inn die edel Kunginn sas mit irer Jungen tochter, Junkchfrawn Elizabeten . |
| 34 | Vnd wir frawn vnd Junkchfrawn sassen zering vmb das edel geslëcht, ob |
| 35 | y.emant in den wagen schusz, daz wir dy. schüsz aufhielten. Vnd wir heten |
| 36 | vil fuesknecht, die giengen zu FRAGder] baider seitt bei dem wagenn Vnd suechten |
| 37 | in den stauden, ab y.emant von veinten in dem holcz wër, der vns schaden |
| 38 | wolt. Vnd also kam wir von den gnaden gots aus dem Schiltperkch , daz |
| 39 | nyemant kain laid geschach, da nam ich den edelen kung wider aus dem wagen |
| 40 | vnd legt in In die wiegen vnd Ich rait bey der wiegen. Vnd man trueg In nicht |
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| 01 | gar verr, da ward er lautt waynen Vnd wolt in der wiegen vnd in dem wagen |
| 02 | nicht beleiben Vnd die Am macht in auch nicht gestillen. Da nam ich in an |
| 03 | den armb vnd trueg in ainen gueten weg, vnd die am gieng mit, vncz das |
| 04 | wir mued waren, da legt Ich In wider in die wiegen. Vnd der wechsel werat |
| 05 | all die weil wir veber Land zugen. Ettwann regnats, daz der edel Kung oft |
| 06 | vast ward begossen, Wann wir heten vns nicht zugericht auf ain lange Ray.s, |
| 07 | sunder auf ain Kuercze. Vnd het ain kuersen mit mier ausgefuert zu meiner |
| 08 | notdurft Vnd wann der regen als gras was, so dekchat Ich die kuersen auf die |
| 09 | wiegen, vncz daz si vast nas was, so lies ich sy. dann ausreiben vnd dekchats |
| 10 | dann wider auf die wiegen, als Lanng sein FRAGnat] nat was, es was auch ettwann |
| 11 | der wint als gros, daz es in die wiegen stab, daz der edel Kung die augen |
| 12 | kawm aufgetet. Es was auch ettwann also hais, daz er aller swiczat, daz trophen |
| 13 | auf im lagen vnd gewan dann vil hyczplateren. Vnd das alles must der edel |
| 14 | Kung leiden, all die weil wir veber lant zugen, vnd da wir nue an die herberg |
| 15 | komen, vnd es nue schier nacht was, vnd yeder geessen het, da legten sich die |
| 16 | herren all vmb das haws, dar Inn das edel geslecht zu herberg was, vnd machten |
| 17 | feur an vnd huettaten die nacht, als es dann gewonhait ist in dem KungReich |
| 18 | zu Vngern . Des andern tags da zug wier dahin gen Rab . Da wir nue schier |
| 19 | gen Rab komen, Da was es nu Vinstere nacht. Vnd wir muesten vor Rab stillhalden, |
| 20 | nahent vnczt auf mittenacht. Vnd der edel fuerst von Osterreich , |
| 21 | Herczog Albrecht , der hielt neben der wiegen bei dem edelen Kung seinen |
| 22 | Veteren an der ainen seitten Vnd ich an der andern, nue stund ain prunn vor |
| 23 | mein, des het ich nicht gesehen, Wann es vinster was. Da macht sich die |
| 24 | diemuetikait vnd die Hoch adel des edelen fursten nicht verpergen, vnd warnnat |
| 25 | mich vnd sprach: " fraw, es stet ain prunn vor ewer, Huett ewch, daz ier nicht |
| 26 | mit dem pherd in den prunn vallt. " Vnd all die weil wier da hielten, do was |
| 27 | der edel graf Vlreich von Zily. bei der edelen KungInn vnd heten ainen Rat |
| 28 | von der herberg wegen, wer in dem gslos solt sein, oder in der stat, oder vor |
| 29 | der stat, vnd was ettwas ain Zwiträchtt zwischen den vngeren vnd den Dew"tschen , |
| 30 | yeder tail wër geren in der stat gewesen. Doch zu lest lies der Bischoue |
| 31 | das edel geslëcht in das geslos vnd ettleich Grafen vnd herren mit in. Vnd |
| 32 | man lies mir ain klains pruegkelein nyeder, da muest wier eilunde vbergen, |
| 33 | das zach man zu hant nach vns auf, vnd die herren, die mit vns hin#inkomen, |
| 34 | die komen desselbigen nachtz aus irem harnasch ny.e. Vnd wier waren nicht |
| 35 | lang zu Rab , Do kamen die Behemischen Herren ettleich gen Rab vnd wollten |
| 36 | iren naturlichen herren sehen, vnd ich muest den edelen Kung also plassen auf |
| 37 | ainem polster fur sew tragen. Do wuerden sy, Da wuerden sew all frölich |
| 38 | vnd laut lachen, Vnd daz das kind dar ab erschrikchat vnd ward vast vnd |
| 39 | laut way.nen. Nu het wir auch ainen klainen knaben, der was besnyten, in |
| 40 | narrengeklaid geklaidt vnd besniten, in narrengebant, Vnd was doch nicht |
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| 01 | ain narr. Vnd wann der edel Kung nicht gesweigen wolt, Vnd als pald der |
| 02 | knab zu der wiegen kam, vnd sang oder auf der lautten slueg, so lies der edel |
| 03 | Kung von dem way.nen. Vnd waren die zeit vil herren zu Rab . Vnd wann |
| 04 | dann meiner fraun gnad ettwas genoetigs het zu schaffen in haymeleichen rat, |
| 05 | so sandt ir gnad nach herczog Albrechten vnd nach dem von Zily. , des begund |
| 06 | Waidaniclosch von der Freinstat gar ser verdrieessen vnd ward vnwillig |
| 07 | darumb, daz er nicht auch in den haymeleichen rat solt sein. Nu was die |
| 08 | zeit bey. meiner frawn gnad ain Vngrischer herr, der hies Waidaviherrleich , |
| 09 | der het ainen brueder, der was Abbt zu sand Merttenperg . Nu pat meiner |
| 10 | frauen gnad den herren Waidavi herleich , daz er ir des geholfen wër, gegen |
| 11 | seinem brueder, dem Abbt, daz er ir sand Merttenperg Inngeb, die weil der |
| 12 | krieg weret, Wann es wër gleich als ain pastey. vor Ofen gewesen, vnd des |
| 13 | was ier gnad ainenn tail vertrost vnd sant graf Vlrichen von Zily. zu sand Mertennperg |
| 14 | zu dem Abbt, vnd lies mit Im tay.ding. Da kam ayn klaine sach dar |
| 15 | vnder, die es Ierr machat. Wo der tewfel nicht hinmag, do sendt er seinen |
| 16 | poten dar. Da waren wier Zu Rab vncz inn die dritt wochen mit vil sorgen, |
| 17 | Vnd ains nachtz trawmat mier, wie die heilig kron wër in ain katlaken gevallen, |
| 18 | Also daz Si voller flekch wër worden. Des morgens da ich aufstuend, da gieng |
| 19 | ich zu der edelen kungInn vnd sagt ier, wie mier [ geantburtt hiet ] getrawmbt |
| 20 | hiet von der heiligen Kron. Do erkam ier gnad hart vnd sprach: " Der trawm, |
| 21 | der bedew"tt ettwas " , vnd gieng zu hant, Da die heilig kron was vnd schawat |
| 22 | dar zu, da sach Si nichtz dar an. Da rieten die herren, Man solt das edel geslëcht |
| 23 | nicht bey einander lassen, Man solt sy. tailen, vnd ettlich rieten, man |
| 24 | solt Kung Lassla herauf gen Odenburgk fueren, vnd rieten ettleich rieten, |
| 25 | man solt in auf den Vorchttenstain fueren, Vnd rieten, man solt Mein |
| 26 | Junge fraun zu Rab lassen. Vnd wurden iren genaden mein man, der Kottannër |
| 27 | zugeschaft, vnd er muest auch sweren auf dem heiltam als |
| 28 | zu Vngern gewoenhait ist. Vnd rieten auch die herren meiner fraun FRAGfra] gnad, |
| 29 | Si solt zu Prespurg sein. Do sprach dy. edel kungin zu mier: " wie rat ir liebe |
| 30 | Kottannerinn , mocht ich ew in drey. tail getailen, das tët ich gern. Ich behielt |
| 31 | euch selber gern vnd liesz euch gern bei meinem Sun, vnd hiet euch gern |
| 32 | bei meiner tochter. " Vnd gieng mit den herren zu Rat, bei welchem tail ich |
| 33 | solt beleiben. Da wolten dy herren nicht anders, denn daz ich bei dem edlen |
| 34 | kung solt beleiben. Das tet ich nicht gern, wann ich verstuend wol, daz mier |
| 35 | der dinst vnd dy. sorg vil swërer wuerd dann vor, darumb daz ich nicht sein |
| 36 | solt in der anschaw meiner gnedigen fraun; nue warn ettleich dar an, man |
| 37 | solt den edeln kung gen Trentsch fuern, do wër es genugsam sicher |
| 38 | vnd was zu den zeiten die zway. gslos Trentsch vnd Pluntsch dem von |
| 39 | Ellerbach enpholhen vnd da macht man den edelen kung nicht wol |
| 40 | hinfueren von der veint wegen. Da sandt dy. edel KungInn nach mier vnd |
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| 01 | sprach: " liebe Kottannerinn , wie rat ir mir, wo sol ich meinen Sun hinfueren. " |
| 02 | Da riet ich iren gnaden, als ich ir des schuldig was, vnd sprach: " gnedige |
| 03 | fraw, furt in wo ir wellet, Da er sicher ist, fuert in nur an ain stat, da Ir |
| 04 | das heft in der hant habt vnd huett euch vor den Kungen. " Da sprach dy edel |
| 05 | kunginn: " ir seit auch gerecht " , vnd gieng mit den herren zu Rat, wo Si |
| 06 | iren Sun, den edelen kung hin solt fueren. Da rieten ir dy. herren, Si solt in |
| 07 | gen Odenburg furen, das gehoriet auch zu der heiligen kron gan Vngern , |
| 08 | vnd wër auch ain slussel zu dem lant, vnd diselb FRAGzeit] stat zu Odenburgk , |
| 09 | die het meiner fraun gnad vnd graf Vlrich von Zily. diselb zeit Inn. Vnd bei |
| 10 | demselben rat do bestund es bei. Da ward dem edlen Kung sein hof gesaczt |
| 11 | vnd geordent, die dann bei im solten beleiben. Das was ainer, her Francz von Pöker , |
| 12 | ain frumer vnd ain getreuer herr, der ander was ain frommer |
| 13 | Ritter, genant her Pangrecz von Tengelod , der dritt der was auch ain |
| 14 | fruemmer edelman vnd was ain Krabat vnd hies Gerzukczy.tomasch , vnd |
| 15 | zwen kamrër, der ain hies Sigmund Abdachër , der ander hies Hainrich Knoht . |
| 16 | Vnd die all heten als bey. vier vnd zwainczigk phërden. So was |
| 17 | ich, elena Kottannerinn mit der Amm selbvierde frawnspild, vnd ich kam |
| 18 | vngern in die Rais vnd ward meiner fraun gnad mein notduerft vast erczellen, |
| 19 | Da gab mier ier gnad vil schoner red vnd guten trost, vnd sprach: " fart freilich |
| 20 | hin vnd lasst euch meinen tewrleichisten Schacz enpholhen sein, den ich vnder |
| 21 | der Sün hab. vnd hiet ich nicht mer denn ainen phennig, ich wil in mit euch |
| 22 | tailen " . Vnd da wier nue berait waren in dy. rais, Do sant ir gnad nach graf |
| 23 | Vlrich von Zily. vnd nach dem Bischoue von Rab , vnd sand nach allem hofgesind, |
| 24 | daz dem edeln kung was zuegeschaft vnd nam ainen nach dem anderen |
| 25 | in dy. kamer, vnd muesten all sweren, vnd auch Dy. Am, vnd das ander |
| 26 | fraunvolkch, das ich bey. mir het. Vnd das must alles auf dem hey.ltum swern, |
| 27 | als dann zu Vngeren gewonhait ist, dann nuer ich allain swuer nicht, wann ir |
| 28 | gnad ain vnuerczweifleichs wolgetraun zu mier het. Vnd da wuerd vns zugeschaft |
| 29 | der edel vnd der getrew her Vlreich von Ey.czing , der het gwalt |
| 30 | vns aus#zufueren vncz gen Odenburg . Vnd da wir nue auf solten sein, do |
| 31 | nam dy. edel Kunginn verlab von ierem Sun, dem edlen Kung Lassla Vnd |
| 32 | auch seiner swester, Junkchfraun Elizabeten vnd begund zehern. Vnd ich |
| 33 | nam auch verlab mit einem betruebten herczen, Wann ich schied mich hart |
| 34 | von der edlen kunginn, wann ich mein Junge frawn auch hertiklich, mit |
| 35 | grossen sorgen erczogen het. Vnd must auch meinen man vnd meine |
| 36 | tachter, Katherina , hinder mein lassen, bei dem edelen geslëcht. Vnd wier |
| 37 | zugen nue da hin mit grossen sorgen vnd mue vnd arbait, vnd het vast geregent, |
| 38 | daz dy. lakchen teuf waren, vnd muesten den edeln kung in der wiegen durch |
| 39 | dy. lakchen tragen, daz die trager ettwan vber die knye FRAGin] durch die lakchen |
| 40 | wueten. Der edel kung het dy. heilig kran [ hinder sein ] hinder sein zu Rab |
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| 01 | gelassen, Aber ier warn vil, dy nicht anders wanten, man fuert die heilig |
| 02 | kran auch mit. Vnd da wir nu schier drey stunden warn gen Altenburg |
| 03 | geczogen, da rait der edel vnd der getrew her Vlrich von Eyczing zu mier |
| 04 | vnd sprach: " wie rat ier liebe Kottannerinn , meiner fraun gnad hat geschaft, |
| 05 | wier solten in dem nagsten dorff beleiben, vnd das was des grossen grafen |
| 06 | vnd ist auch nyemant dar Inn vnd ist sorgsam. Wer es meinem herren nicht |
| 07 | zu vil, wir wolten in verrer tragen. " Da sprach ich: " Ich rat sein auch nicht, |
| 08 | daz wir alhie beleiben, Wier wellen in tragen, so wir verrist muegen, Vncz |
| 09 | daz wir komen, daz wir sicher sein. " Da zug wier vncz gen Altenburg . Vnd |
| 10 | ee daz wier an die herberg komen, da kam ain pot von Rab vnd sagt vns die |
| 11 | mër, wie ain grosser auflauf zu Rab gewesen wër, Vnd meinem herren von |
| 12 | Zily FRAGwas] wër ain diener erslagen worden. Nu het wier ettleich hoflew"t bei |
| 13 | vns, die machten die hant nicht aus der gebonhait lassen vnd Riten aus dem |
| 14 | weg vnd namen den armen lew"ten das viech vnd triben das in den hof, da wir |
| 15 | inn Zu herberg waren. Vnd das dew"cht das hofgesind [ nicht guet ] , das meinem |
| 16 | herren was zuegeschaft, gar vnpilleich, vnd sprach zu mier: " das ist nicht guet, |
| 17 | sol mein her Kung lassla in seinen Jungen tagen ain Rawbër gehaissen sein, |
| 18 | Des ist doch an sein vnd vnser schuld. " Da sant ich nach dem edelen vnd getreuen |
| 19 | heren Vlreichen von Ey.czing vnd sagt im das vnd pat In, daz er Dar |
| 20 | ob wër, daz man den armen leüten ir Viech widergëb, dar an teet er meiner |
| 21 | frauen gnad ain guet wolgeuallen, vnd das wessiet ich wol, wann dy. armen |
| 22 | leüt heten sich ettleich gehuldigt. Da tet der edel vnd der getrew her Vlreich von Ey.czing |
| 23 | als wol vnd sant zu dem Richter vnd hies dÿ toerr an dem Markcht |
| 24 | zuesperren, vncz daz man den armen leüten ir Viech widergeebe, Wann es |
| 25 | was ain grosz geschray. vor dem haws von den armen leüten vmb das viech, |
| 26 | vnd geviel ettleichen nicht gar wol, daz sy das Viech muesten widergeben |
| 27 | Vnd waren hoflew"t von Dew"tschen landen, vnd da belib wier vbernacht. |
| 28 | Des morgens hueb wir vns auf vnd zugen vncz gen Neusidel vnd waren |
| 29 | auch vncz vber nacht, Smorgens hueb wier vns aber auf den weg vnd FRAGzugen] |
| 30 | do wir zu dem Dorfflein komen, Da lew"ttat man gegen dem edelen kung |
| 31 | vnd giengen dÿ armen leüt mit dem heiltam heraus vnd erpaten sich |
| 32 | als dy. getreün gegen ierem naturlichen herren. Vnd giengen y.e Zwo Junkchfraun |
| 33 | miteinander in der procesz vor dem heiltam. Vnd do wir nue schier |
| 34 | komen gegen der Eysneinstat veber, Da waren wier aber in sorgen, Wann |
| 35 | man het vns gesagt, es wër ain michlër zeug von geraisigen in die EysneinStat |
| 36 | komen vnd es wëren auch veint. Vnd es regnat gar vast vnd wir warn |
| 37 | gar still vnd farchten vns hart. Vnd da wir nue schier zu Odenburgk komen, |
| 38 | do gieng man mit dem heiltumb aus der Stat vnd ain michel volkch mit |
| 39 | von fraun vnd von manen, dem edelen kung entgegen vnd enphiengen In |
| 40 | als ieren naturlichen herren, vnd da wir nu gen Oedenburgk komen, da (...) nu |
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| 01 | wolten wir da rasten. Nu solt ir merkchen, daz desselbigen nachts, als wir |
| 02 | komen waren, da kam ain solcher grasz wasserflus, daz kain mensch in der |
| 03 | ganczen gegent was, daz ains also aines grossenn wasserflus mocht gedenkchen. |
| 04 | Vnd solt auch freylich wissen, daz der edel Kung desselbigen nachts also vast |
| 05 | way.nat vnd als vnruebig was, daz ich lang ain als swëre nacht mit Im nicht |
| 06 | gehabt het; vnd nicht lang do komen mër, wie der Kung von Polan den edelen |
| 07 | graue Vlreich von Zily. hiet gefangen, vnd darumb ward wir vast betrübt, |
| 08 | was vnsers hofgesindes wär, Wann wir westen wol, daz es meines herren vnd |
| 09 | meiner fraun grosser schad wër an lant vnd an lew"ten. Vnd nicht lang darnach, |
| 10 | da kamen vns aber lay.dige mër, Wie der erbierdig prelat, der Bischoue von |
| 11 | Gran vnd her Lassla wan von Gara gefangen wëren in gelaitt |
| 12 | zu dem von Polan geritten vnd der hiet sew in dem gelaitt gefangen, Darumb |
| 13 | daz Sie im solten helffen zu der krönung zu dem KüngReich zu Vngeren , |
| 14 | vnd Sy heten noch ainen zweifl, daz dy heilig kron nach auf der Plintenpurg |
| 15 | wër, Darumb daz dy Sigel vnd die Slos noch an den tueren waren (...) |